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Yahoo steigert Gewinn um 56 Prozent, erreicht 68 Prozent der Nutzer – und enttäuscht Anleger

Abgestraft für den Erfolg

So hart reagieren enttäuschte Anleger: Mit 33 Euro schloss Yahoo den Börsentag am 17. Januar ab. Danach vermeldete das Unternehmen die Zahlen für das vierte Quartal 2005 – und der Kurs fiel um mehr als 15 Prozent. Yahoo hatte den von Analysten geschätzten Gewinn pro Aktie um gerade mal einen US-Cent verfehlt. Dabei war der Gewinn um 24 Prozent gestiegen.

Reine Hysterie: Zwar war Yahoo hinter den Ergebnissen des dritten Quartals zurückgeblieben, doch die vorläufigen Jahreszahlen können sich sehen lassen. Danach wuchs 2005 der Umsatz um 32 Prozent auf 4,14 Milliarden Euro. Der Nettoertrag wiederum sprang um 56 Prozent auf 1,49 Milliarden Euro. Vor allem im Verkauf von Werbeflächen verzeichnet Yahoo Erfolge: Laut Schätzungen von Nielsen Netratings wuchsen im Vergleich zum Vorjahr allein im vierten Quartal die Umsätze, die das Portal mit Bannern erzielt, um 62 Prozent auf rund 310 Millionen Euro. Im Jahresverlauf konnte Yahoo insgesamt 103,5 Millionen mehr Nutzer auf seine Seiten ziehen. So erreicht Yahoo laut Nielsen Netratings 68 Prozent der Internet-Surfer. "Wir haben bewiesen, dass wir uns auf die größten Chancen im Internet konzentrieren können", kommentierte Yahoo-Chef Terry Semel die Zahlen. "Wir werden auch weiterhin gute Angebote für Verbraucher bieten und neue Wege finden, um Werbekunden den besten Wert zu liefern."

Für 2006 will Yahoo vor allem mobile Internet-Dienste entwickeln. Der Portalbetreiber ist dafür eine Reihe von Kooperationen eingegangen. Mit Netzwerkspezialist Cisco baut er Angebote für Unterhaltungselektronik auf. Mit Telekomanbieter SBC und Handy-Hersteller Nokia soll ein Internet-Handy entstehen. Zudem bietet Yahoo über Connexion by Boeing seine Dienste auch in Flugzeugen an. vs

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