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UE-Handelsplattform reagiert auf Händlerkritik und greift Wettbewerb an

Fast so stark wie Ebay

Sehr zufrieden mit der Akquise der Händler ist Christoph Schallenberg, Chef des Unterhaltungselektronik-Handelsportals Electronicscout24: "Im Moment haben wir ständig 60.000 bis 80.000 eingestellte Produkte. In einigen Segmenten, zum Beispiel bei Druckern, haben wir mehr Angebote als Amazon und fast so viele wie Ebay." Damit die Kunden die Waren auch finden, will Schallenberg die momentan laufende TV-Werbekampagne auch auf Print-Titel ausweiten. Doch die T-Online-Tochter muss sich auch mit Kritik der Händler auseinander setzen. Immer wieder tauchen Probleme mit Produkten auf, die der Händler anbieten will, die aber nicht im zentralen Produktkatalog enthalten sind. Hier gelobt Verkaufsleiter Armin Waehlert Besserung: "Der Katalog wird ständig optimiert und enthält im Moment 300.000 Produkte. Unser Ziel ist es, die Match-Quote für den Händler zu erhöhen." Oft, so Waehlert weiter, kann ein Artikel im Katalog nicht zugeordnet werden, weil zum Beispiel kein EAN-Code vorhanden ist. Auch die Kritik der Händler an der fehlenden Zahlungsgarantie nimmt Waehlert ernst: "Wir bieten zwar keine Zahlungsgarantie, dafür betreiben wir Risiko-Management." Jeder Kunde – und auch jeder Händler – durchläuft einen intensiven Rating- und Scoring-Prozess, der vor Zahlungsausfall schützen soll. Geschäftsführer Schallenberg ergänzt: "Die branchenüblichen zwei bis drei Prozent wollen wir deutlich unterschreiten." Anders als Erzrivale Ebay (siehe Seite 5) verzichtet der Scout weiterhin auf Einstellgebühren. Außerdem sollen ausgewählte Software-Partner neuen Händlern bei der Anpassung der hauseigenen Warenwirtschaft an die Schnittstellen der Plattform helfen. Diese Hürde, so weiß Danilo Frasiak vom Scout-Partnerhändler Cyberport.de, ist nicht leicht zu nehmen: "Unser Dienstleister steckte mehrere Monate in das Projekt." fk

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