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Amerikanische Mobilfunkfirmen und Content-Anbieter testen die Akzeptanz von Reklame auf dem Handy

Werbung im Kleinformat

Noch steckt mobiles Marketing in den Kinderschuhen, doch amerikanische Werbefirmen arbeiten kräftig daran, dies zu ändern. Laut einem Bericht der "New York Times" werden amerikanische Handy-Nutzer bald Werbefilme, Banner oder Kurztexte mit Werbebotschaften auf ihrem Mobiltelefon finden.

Werbeagenturen basteln an Konzepten, wie mithilfe von GPS lokalisierte Reklame auf dem Handy-Bildschirm erscheinen könnte. Dem stehen jedoch Datenschutzvorschriften entgegen. Die Netzbetreiber dürfen ohne Erlaubnis keine Informationen über den Aufenthaltsort eines Kunden preisgeben und auch keine Telefonnummern an Telemarketing-Firmen verkaufen. Amerikanische Telekommunikationsanbieter überlegen deshalb, welche Incentives sie anbieten können, damit Konsumenten ihre Einwilligung erteilen. Dazu könnten auch geringere monatliche Telefongebühren zählen.

Ab März wollen die Netzbetreiber Verizon Wireless und Sprint Nextel testen, wie Verbraucher auf kurze Werbebotschaften reagieren. Da sie jedoch starke Bedenken haben, ihre Kunden zu verärgern, wollen sie dies nur in begrenztem Umfang tun. Verbraucherschutzgruppen wie Commercial Alert kritisieren die neuen Werbepläne bereits. "Werbung kriecht in jede Ritze und jeden Winkel unseres Lebens", beschwert sich Gary Ruskin, Direktor von Commercial Alert.

Das Volumen des mobilen Werbemarktes betrug laut Analysten des Marktforschers Ovum in den USA nur 45 Millionen Dollar im vergangenen Jahr. Nach Schätzungen könnte er in vier Jahren auf 1,29 Milliarden Dollar wachsen. is

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