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Zahl der Online-Käufer steigt um sieben Prozent / Stark gesucht: Informationen zu Waren

Neue Käuferwünsche

Die Zahl der Online-Käufer stieg im vergangenen Jahr um sieben Prozent auf 26,9 Millionen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg. "Den Internet-Kauf bewerteten die Befragten in erster Linie als praktisch und eine Zeitersparnis", sagt Studienleiter Thomas Pauschert.

Zwar bleiben Bücher, Veranstaltungstickets und Mode die Bestseller. Knapp elf Millionen Verbraucher ließen sich 2005 mindestens einmal ein Buch schicken, acht Millionen bestellten Kleider. Doch neuerdings liegen andere Waren im Trend: sperrige Haushaltsgeräte etwa, Cremes und Duschgels oder Vitamintabletten. In diesen Kategorien registrierten die GfK-Forscher gegenüber dem Vorjahr die höchsten Zuwächse (siehe Tabelle). Die Zahl der Besteller, die erstmals Waschmaschinen oder Kühlschränke im Netz kauften, wuchs im vergangenen Jahr um mehr als 70 Prozent.

Zunehmend etabliert sich das Internet auch als Einkaufsführer. Bereits die Hälfte der Deutschen zwischen 16 und 69 Jahren (27,4 Millionen) klickt sich vor dem Kauf durch Testberichte oder Preistabellen. Das Interesse ist bei Möbeln oder Haushaltsgeräten besonders hoch. 19,1 Millionen Verbraucher informierten sich online über solche langlebigen Güter, 13 Millionen setzten ihren Kaufwunsch in die Tat um, mehr als sechs Millionen kauften jedoch vor Ort. "Das Internet wird zum unerlässlichen Marketing-Tool, auch für Händler, die offline verkaufen", schließt Pauschert daraus. Doch auch E-Shops sollten ihre Angebote ausführlich beschreiben, sich mit Vergleichsseiten verlinken oder Kauferfahrungen zitieren. Denn so Pauschert: "Informationen und Preisvergleich führen zum Online-Kauf." vs

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