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Auktionsplattform setzt weniger um und will jetzt mehr werben

Ebay vor schweren Zeiten

Zuerst kündigte Ebay Massenentlassungen an, nun folgten schlechte Zahlen für das dritte Quartal des Jahres. Danach setzte Ebay 2,12 Milliarden US-Dollar um – im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 228 Millionen. Der Gewinn belief sich auf 492 Millionen US-Dollar. Doch der Erfolg geht vor allem auf die Töchter Skype und Paypal zurück: Das Zahlungssystem setzte 27 Prozent mehr als im Vorjahr um, der Telefondienstleister gar 46 Prozent.

Parallel dazu schrumpft Ebays Kerngeschäft Auktionen. Zwischen Juli und September wurden über Ebay Waren im Wert von 14,3 Milliarden US-Dollar verkauft. "Neun Prozent weniger als im vorigen Quartal", erklärt Berater Axel Gronen von Wortfilter. "Da der Onlinehandel ständig wächst, verliert Ebay nun schon drei Quartale in Folge Marktanteile." Dies vor allem auf dem Heimatmarkt. Hier sank der Durchschnittspreis der Waren um sieben Prozent. Angesichts von Rezession und Finanzkrise kürzte Ebay die Umsatzprognose fürs Jahr um rund eine halbe Milliarde auf 8,5 Milliarden US-Dollar und kündigte eine Werbeoffensive für die nächsten Wochen an: "Wir kämpfen um unsere Kunden und ein gutes Weihnachtsgeschäft." vs

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