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Mittels Handy misst Immi die Mediennutzung über alle digitalen Kanäle hinweg

Konsumenten im Visier

Das kleine US-Medienforschungsunternehmen Integrated Media Measurement Inc. (Immi) schickt sich an, die Messung des (digitalen) Mediennutzungsverhaltens zu revolutionieren. Statt jeden Medienkanal einzeln zu erfassen, verfolgt Immi das Nutzungsverhalten gleichzeitig in TV, Kino, Radio, Web und im Mobilfunkbereich. Dazu wurde eine spezielle Handysoftware entwickelt, die Audioaufnahmen macht, während eine Sendung oder ein Spot konsumiert wird – über welchen digitalen Kanal auch immer. Diese Informationen werden codiert und in einer Datenbank des Unternehmens gespeichert und ausgewertet. Die Datenbank umfasse Codes für diverse Medieninhalte wie TV-Shows, Werbespots, Filme und Songs, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ).

Auch hierzulande ist dies ein aktuelles Thema – so diskutiert etwa die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) derzeit auch über verschiedene Modelle, wie man die Fernsehnutzung über alle digitalen Kanäle messen könnte. Immi erfasst zudem, ob jemand, der im TV eine Programmvorschau gesehen hat, dann auch die jeweilige Sendung dazu anschaut.

Beobachtet werden rund 4.900 freiwillige Nutzer. Der Einsatz des Handys vereinfache die Wirkungsforschung, weil die Konsumenten nicht extra in ein Labor kommen, Fragen beantworten oder Knöpfe drücken müssten, so Immi-Chef Tom Zito. Im Einsatz ist die Software bereits beim TV-Sender NBC. Sie helfe, genauer zu ergründen, wie die Nutzer das Programm konsumieren, sagt Alan Wurtzel, NBC Research President.

Laut WSJ arbeiten auch Walt Disneys US-Sender ESPN oder die Media-Agentur Zenith Media mit Immi zusammen. häb

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