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Landgericht Hamburg: Googles Bildersuche verstößt gegen Urhebergesetz

Streit um Bildersuche im Web

Googles Bildersuche verletzt das Urheberrecht, hat das Landgericht Hamburg in zwei Fällen entschieden (Az.: 308 O 42/06 und 308 O 248/07). Ein Unternehmer und in einem anderen Fall ein Fotograf hatten Google verklagt. Die Richter urteilten, dass das Bereitstellen von urheberrechtlich geschützten Bildern als Vorschaumotive (Thumbnails) in einer Bildersuchmaschine ein öffentliches Zugänglichmachen darstelle, "für das der Betreiber der Bildersuchmaschine haftet".

"Wir sind gegen beide Urteile in Berufung gegangen", teilt Google-Sprecher Kay Oberbeck auf Nachfrage mit. "Sollte das Urteil so Bestand haben, müsste Google die Bildersuche in Deutschland abstellen", erklärt er. Davon wären "zigtausende Unternehmen betroffen", deren Geschäft von der Bildersuche abhänge. In der Entscheidungsbegründung erklären die Richter, dass Google in der Bildersuche zwar keine Werbeplätze vermarkte, damit aber das Angebot der Suchwortvermarktung attraktiver mache. Sie vergleichen das Zeigen von Thumbnails in der Bildersuche mit der Hintergrundmusik in Lokalen, für die Gebühren anfallen und die ebenfalls keine direkte umsatzrelevante Größe darstellt. Der Gesetzgeber müsse regeln, wie das Interesse der Allgemeinheit an der Bildersuche und das wirtschaftliche Interesse von Suchmaschinen mit dem Urheberrecht in Einklang gebracht werden kann. is

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