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Abmahnung zwecklos

C&A mahnt Site wegen Google Adsense ab – und macht Rückzieher

Gutmenschentum? Der Textilriese zog seine Klage gegen das kleine Webportal zurück

Wir stellen klar, dass C&A die Google-Adsense-Werbung als solche nicht infrage stellt oder gestellt hat. Um dieses in der Wahrnehmung entstandene Missverständnis auszuräumen, ziehen wir die Abmahnung gegen das Nachrichtenportal zurück“, so Knut Brüggemann, Abteilung Kommunikation bei C&A. Dieses Statement wurde INTERNET WORLD Business übrigens von den Google-Kommunikatoren zugeschickt.

Was war passiert? Der Textilkonzern hatte das Nachrichtenportal Die-topnews.de wegen eines redaktionellen Berichts über einen kostenlosen C&A-Kids-Casting-Wettbewerb abgemahnt. Im direkten Umfeld war Werbung, genauer gesagt Adsense-Textlinks, geschaltet. Dadurch gelangten Eltern, die ihre Kinder für das Casting anmelden wollten, an Modelagenturen, die kostenpflichtige Shootings durchführten und den Eltern in Rechnung stellten. Die Eltern beschwerten sich bei C&A und C&A klagte gegen Topnews.de: Die Trennung von Berichterstattung und Werbung sei nicht deutlich genug und somit unlauter und unzulässig. Streitwert laut Spiegel Online: immerhin 100.000 Euro.

Einen Tag nach Bekanntwerden der Klage, zog C&A dann die Klage gegen Dietopnews.de zurück. Was bleibt, ist der Eindruck, Google hätte seine Finger im Spiel gehabt. häb . *

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