INTERNET WORLD Business





Fit für die mobile Vielfalt

Jochen Krisch, Director E-Commerce bei Optaros. Er bloggt unter* excitingcommerce.de

Vom Jamba-Klingelton-Abo über mobile Spieleanwendungen bis hin zur digitalen Bibliothek für den Amazon Kindle – Mobile Commerce kennt viele Gesichter. Allein Sony bietet inzwischen eine Fülle mobiler Endgeräte an: Neben Handys, Digitalkameras, digitalen Bilderrahmen, MP3-Playern,Navigationsgeräten und der PSP-Konsole soll ab März auch ein eReader für E-Commerce-Umsätze sorgen.

Die mobile Vielfalt ...

In den letzten Jahren hat sich der Markt für Mobilgeräte enorm entwickelt: Neben trendigen Lifestylegeräten wie dem iPod für Musik und Videos, dem iPhone oder den eee PC Netbooks gibt es mittlerweile eine Fülle von speziellen Geräten zum Spielen, Lesen, Hören oder Navigieren, ganz zu schweigen von kultigen Exoten wie dem Chumby Internet Device (www.chumby.com ). Allesamt sind potenzielle Plattformen für mobile Shoppingkonzepte.

... als Herausforderung für den Handel

Man muss kein Prophet sein: Für jede mobile Plattform werden sehr spezifische Verkaufskonzepte entstehen – und für traditionelle Versender, die auf allen Hochzeiten tanzen wollen, wird es zunehmend schwieriger, mit Diensten mitzuhalten, die sich explizit auf eine Plattform spezialisiert haben.

Dem Handel bleiben also prinzipiell zwei Möglichkeiten, sich auf die mobile Vielfalt einzustellen: Entweder es gelingt ihm, universelle Verkaufskonzepte zu (er)finden, die auf möglichst vielen Plattformen funktionieren (Liveshopping Events wären ein gutes Beispiel dafür). Oder aber er konzentriert sich auf einige wenige zukunftsträchtige Plattformen und entwickelt sehr spezielle Shopping-Anwendungen dafür, die ganz auf die technologischen Eigenheiten (Bildschirmgröße, Grad der Vernetzbarkeit etc.) des entsprechenden mobilen Geräts zugeschnitten sind.

Das ultimative Shoppinggerät

Noch hängt sich der Handel vor allem an bestehende Plattformen an, sei es das iPhone oder das Handy. Eine denkbare Alternative wäre aber auch ein speziell designtes, mobiles Shoppinggerät. Wie auch immer der „Shopman“ oder das „Shopgirl“ dann aussehen mag – vielleicht eine Mischung aus Barcode-Scanner und persönlichem Shopping Guide. Zumindest eines zeigt die Entwicklung der letzten Jahre ganz deutlich: Der Traum vom ultimativen mobilen Gerät scheint ausgeträumt. Die Welt divergiert auch in diesem Bereich. Und es wird sich zeigen, welche Geräte sich durchsetzen werden. Wohl denen, die heute schon wissen, wie wir in Zukunft mobil einkaufen werden. *

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