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Interview

„Privatsphäre im Internet ist doch eine Illusion”

Klaus EckGründer von Imagecapital, hat ein Buch über die Karrierefalle Internet verfasst. verfasst.* www.imagecapital.de

Für wen erweist sich das Internet als Karrierefalle?

Klaus Eck: Für die, die gar nichts im Netz machen. Sie können nicht darauf reagieren, wenn irgendwo unvorteilhafte Bilder von ihnen, negative Kommentare über sie oder Lästereien auf Twitter oder in Blogs erscheinen. Privatsphäre im Internet ist doch eine Illusion, daher sollte jeder bewusst entscheiden und kontrollieren, was über ihn veröffentlicht wird.

Was sollte ich online tun, wenn ich beruflich weiterkommen will?

Eck: Dort im Netz aktiv werden, wo auch Kollegen, Arbeit-oder Auftraggeber surfen. Das sind Social Networks wie Xing, das von Berufstätigen aus Deutschland häufig angesteuert wird, oder auch Facebook, das am schnellsten wachsende Netzwerk, das auch internationale Kontakte bringen kann. Natürlich könnten Sie auch bloggen, aber das ist nicht unbedingt nötig.

Was gehört zu einem guten Onlineprofil in den Netzwerken?

Eck: Ein aussagekräftiges Foto, möglichst kein langweiliges Passbild, außerdem Informationen zu Tätigkeiten, Qualifikationen und auch angestrebte Ziele. Um Kontakte zu knüpfen und erreichbar zu sein, sollten die Telefonnummer, die Mailadresse oder die Webseite für alle zugänglich sein und freigeschaltet werden. So werden Sie auch in Google auffindbar.

Was ist der größte Fehler im Netz?

Eck: Viele nutzen das Netz nicht bewusst und bedenken nicht, dass Inhalte dort nur schwer zu löschen sind. Sie achten zwar auf Bilder, die von ihnen auf Plattformen gestellt werden könnten, aber nicht auf die Kommentare, die über sie verbreitet werden und in denen andere oft genug ihrem Ärger freien Lauf lassen. Generell wird viel zu viel Persönliches und Emotionales veröffentlicht – und das schadet meistens der Reputation.

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