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Techniktipp

Umsatzsteigerung durch innovatives Risikomanagement

Christian Mauve, Geschäftsführer der Mauve Mailorder Software GmbH & Co. KG aus Essen* www.mauve.eu

Händler wie Käufer reagieren gleichermaßen höchst sensibel auf die Frage nach den Zahlungsmöglichkeiten. Während der Verbraucher die Lieferung der Ware per Rechnung bevorzugt, liegt hier für den Versandhändler das größte Risiko. Und die von fast allen Onlinehändlern angebotenen Zahlungsarten wie Kreditkarte, Vorkasse und Nachnahme sind nicht der Weisheit letzter Schluss, da zu viele Kunden abspringen, wenn sie nur zwischen diesen Zahlungsarten wählen können.

Ein Weg, wie der Onlinehändler den Spagat zwischen Kundenwunsch und Zahlungssicherheit schaffen kann, liegt in den neuartigen, innovativen Onlinebezahlsystemen der Internet Payment Service Provider (IPSP). Dabei werden alle Käufer, die eine Lieferung auf Rechnung bevorzugen, auf dem Weg vom Warenkorb zur Kasse im Rahmen eines Risikomanagement-Systems einer Überprüfung auf der Basis der Daten führender deutscher Auskunfteien mit Bonitäts-, Zahlungs- und Adressinformationen unterzogen.

Wird das Ausfallrisiko als sehr hoch eingestuft, muss der Kunde per Vorkasse oder Nachnahme bezahlen. Ist das Risiko nur hoch bis normal, wird einer Lieferung auf Rechnung stattgegeben. Das noch verbleibende Restrisiko übernimmt der IPSP. Zahlt der Kunde zum vereinbarten Zahlungsziel nicht, übergibt der Onlinehändler die offene Rechnung an den Payment Provider und erhält daraufhin postwendend den vollen Rechnungsbetrag.

Ein derartiges System bieten derzeit bereits die Heidelberger Payment und die Domnowski Inkasso mit Pay Protect an. Aber auch die CEG Creditreform Consumer GmbH bringt mit Pay Shield in Zusammenarbeit mit der Wirecard AG ein derartiges Bezahlsystemen für den Onlinehandel auf den Markt. Die Shopsysteme werden dabei über eine XML-Anbindung per HTTPSRequest-Verfahren oder individuelle Schnittstellen direkt an das Risikomanagement-System des betreffenden IPSP angeschlossen.

Die Kosten für diesen Paymentdienst sind mit ein bis vier Prozent vom Bestellwert nicht gerade niedrig, aber erste Erfahrungen zeigen, dass es vom Kunden akzeptiert wird, wenn der Rechnungsbetrag um diesen Prozentsatz erhöht wird.

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