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Verbraucher weiter spendabel

Studie: Ostdeutsche bei privaten Ausgaben weniger zurückhaltend als Westdeutsche

Im Osten wollen die Konsumenten 2009 weniger sparen als im Westen

Die Verbraucher lassen sich von den Meldungen über die Wirtschaftskrise offenbar weit weniger beeindrucken als die Wirtschaft selbst. Knapp 70 Prozent der westdeutschen Konsumenten wollen 2009 ihren privaten Konsum nicht einschränken, im Osten der Republik sind es sogar über 80 Prozent. Dies ergab eine Studie von TNS Infratest, durchgeführt im Auftrag des Shoppingportals Shopping.com..

Befragt wurden knapp 700 Internetnutzer über 18 Jahre in ganz Deutschland. Egal ob männlich oder weiblich, ob alt oder jung, ob hohes oder niedriges Bildungsniveau: Etwa zwei Drittel aller Befragten wollen ihr Konsumverhalten nicht ändern. Dennoch gibt es Unterschiede: Unter denen, die 2009 sparen wollen – und deshalb besonders preissensibel sind, gibt es mehr Frauen (24,6 Prozent) als Männer (16,5 Prozent), mehr Westdeutsche (22,2 Prozent) als Ostdeutsche (11,2 Prozent) und deutlich mehr Hauptschüler (26,7 Prozent) als Abiturienten (11,8 Prozent). Der Wille, 2009 mehr Geld auszugeben, ist allerdings verhältnismäßig schwach ausgeprägt. Hier schwanken die Werte je nach Zielgruppe zwischen 2,4 und 9,2 Prozent, wobei vor allem die Altersgruppen zwischen 40 und 60 Jahren mit niedrigen Werten auffallen. Die Altersgruppe zwischen 50 und 59 Jahren will ihren Geldbeutel besonders gut hüten: 34 Prozent der Befragten in diesem Alter wollen weniger Geld ausgeben, nur 2,4 Prozent wollen beim privaten Konsum zulegen. Ganz anders sieht es bei der Gruppe der Schüler aus: Nur 10,8 Prozent gehen sparsam ins neue Jahr. 26,9 Prozent wollen ihre Ausgaben aufstocken. Die erhobenen Zahlen beziehen sich sowohl auf den stationären als auch auf den Onlinehandel. fk *

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