INTERNET WORLD Business





Zuckerberg kauft sich frei

Mit einer gewissen Schadenfreude aufgenommen wurde in der Bloggerszene die Meldung des US-Klatschblogs Valleywag, wonach Facebook-Gründer Mark Zuckerberg 65 Millionen US-Dollar (rund 50 Millionen Euro) an drei Ex-Kommilitonen gezahlt haben soll, um einen seit 2004 schwelenden Rechtsstreit zu beenden. Zuckerbergs Kontrahenten heißen Cameron und Tyler Winklevoss sowie Divya Narendra, sie entwickelten gemeinsam mit Zuckerberg 2004 an der Harvard University das Social Network Connect U. Zuckerberg habe anfangs an dem Projekt mitgewirkt, das Trio aber bald verlassen – und mit deren Ideen Facebook entwickelt. Das Konzept, dass Nutzer eigene Profilseiten anlegen können, sei nicht Zuckerbergs Kreativität entsprungen, heißt es..

Diskrete Abwicklung bevorzugt

Der 24-Jährige, dessen Unternehmen im Jahr 2007 noch auf 15 Milliarden US-Dollar bewertet wurde (aktueller Stand: 3,7 Mrd. Dollar), wollte die Sache offenbar möglichst diskret regeln – über die Einigung mit den Connect-U-Gründern 2008 berichteten nur wenige Medien. Dass die enorme Schadensersatzzahlung jetzt – offenbar durch eine Indiskretion einer beteiligten Anwaltskanzlei – bekannt wurde, dürfte dem Image des Shootingstars nicht gerade nützen. Zudem gilt Zuckerberg selbst als äußerst klagefreudig. Mehrere Social Networks, darunter auch das deutsche StudiVZ, wurden bereits wegen des Vorwurfs belangt, Facebook Ideen gestohlen zu haben. fk *

comments powered by Disqus