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eBay öffnet die Kasse

Kurswechsel: Paypal-Konkurrent Moneybookers wird offizielles eBay-Zahlungsmitte

Die zweite Kasse: Bei eBay wird jetzt auch mit Moneybookers bezahlt

Schlechte Zeiten erfordern drastische Maßnahmen. Um 25 Prozent war der Gewinn des Onlinemarktplatzes eBay im letzten Quartal eingebrochen; der Aktienkurs des angeschlagenen Unternehmens machte es den Quartalszahlen am Veröffentlichungstag nach und fiel um 12 Prozent. Höchste Zeit für eine Kurskorrektur: Im letzten Jahr hatte eBay bereits die Versandkosten für die wichtige Zielgruppe der US-Powerseller gesenkt; jetzt will sich das Unternehmen einem weiteren Kritikpunkt zuwenden – dem Thema Payment. Noch in diesem Monat will Ebay.com neben seinem eigenen Paymentdienst Paypal nun auch das Bezahlsystem von Moneybookers als offizielles Zahlungsmittel integrieren.

Erstmalig macht damit das Online-Auktionshaus den Weg frei für Zahlungsmethoden von Fremdanbietern. Mit diesem Schritt kommt der US-amerikanische Konzern einer der häufigsten Forderungen seiner Nutzer nach; noch im letzten Oktober war eBay mit harten Bandagen gegen Paypal-Konkurrent Sofortüberweisung.de vorgegangen: Powerseller, die das Zahlungsmittel anboten, wurden mit Hinweis auf Sicherheitsbedenken abgemahnt. Jetzt weht ein anderer Wind: Noch im Februar soll die Einbindung von Moneybookers zunächst nur auf dem amerikanischen Marktplatz von Ebay.com erfolgen. Mit einer weltweiten Öffnung der Bezahlmethoden ist aber in Zukunft zu rechnen. Die Verkäufergebühren von Moneybookers liegen um 0,01 US-Dollar im Festpreisbestandteil und bei Monatsumsätzen zwischen 3.000 und 100.000 US-Dollar um 0,1 Prozent im flexiblen Preis niedriger als bei eBays hauseigenem Bezahlsystem Paypal (siehe Tabelle). Das hatte indes mit einem Plus von elf Prozent bei den miesen Quartalszahlen von eBay zu den Umsatzbringern des eBay-Konzerns gezählt. dah/il *

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