INTERNET WORLD Business





Kein Print- und Online-Mix

Die Werbungtreibenden lehnen addierte Reichweiten ab

Klares Commitment: OWM-Vorsitzender Uwe Becker rügt Verlage

Die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) weist die Forderung von Axel-Springer- Vorstandschef Mathias Döpfner, Print- und Web-Auflagen gemeinsam auszuweisen zurück: Die Verlegerpläne,Print- Auflagen und Web-Abos einfach zusammenzuzählen (siehe INTERNET WORLD Business Ausgabe 24/2010, Seite 3), seien angesichts sinkender Print-Auflagen „verständlich, aber nicht akzeptabel“, so Joachim Schütz. Der OWM-Geschäftsführer warnt davor, „Äpfel mit Birnen zu vergleichen“. OWM-Vorsitzender Uwe Becker ergänzt: Eine lediglich aufaddierte Größe aus Online- und Print-Auflagen, wie von Verlagsseite gefordert, „ist wenig zielführend, für die Praxis völlig ungeeignet und wird von der Werbewirtschaft klar abgelehnt.“

Um Print mit neuen digitalen Angeboten vergleichen zu können, müssten laut OWM drei Kriterien erfüllt sein: Das digitale Angebot ist ein 1:1-Abbild des Printprodukts (PDF), die Preise für das digitale Angebot müssen in Relation zu Print stehen und die Ausweisung von Online bzw. Mobile und Print erfolgt in getrennten Datensätzen, die bei Bedarf addiert werden können. Auch beim Thema Reichweite moniert die OWM den Begriffswirrwar.„In der Diskussion wurden teilweise Auflagen und Reichweiten vermischt“, heißt es. Das Thema Reichweite werde in der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (Agma) in Form der Intermedia-Datei behandelt und sei nicht Sache der Informationsgemeinschaft zur Verbreitung von Werbeträgern (IVW), wie von Döpfner gefordert. häb

comments powered by Disqus