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Interview

„TV und Online parallel für maximale Reichweite“

Lars Lehne, Country Director Sales (Agency) bei Google Deutschland in Hamburg ❚ www.google.de

Bei 32 TV-Kampagnen haben Sie eine Zusatzreichweite durch Schaltungen auf Youtube ermittelt. Halten Sie das Ergebnis für repräsentativ für die gesamte Online-Bewegtbildwerbung?

Lars Lehne: Durchaus. Inzwischen gibt es Zielgruppen, die man eigentlich nur noch online erreicht.

Die Jungen im Netz, die Alten im TV?

Lehne: So pauschal kann man das natürlich nicht sagen. Heute sind auch die über 50-Jährigen gut im Netz vertreten. Eine gewisse Tendenz ist allerdings schon da.

Gilt das über alle Branchen?

Lehne: Es gibt Unterschiede, die vor allem von der Größe der TV-Kampagne abhängen. Bei sehr großen Kampagnen, zum Beispiel aus dem FMCG-Bereich, fällt die zusätzliche Online-Reichweite kleiner aus.

Ist es eigentlich immer erforderlich, für eine Bewegtbildkampagne im Netz eigene Werbemittel zu erstellen oder tut es auch einfach der TV-Werbespot?

Lehne: Das hängt ganz von Ihrer Strategie ab. Wenn Sie die Bewegtbildwerbung im Netz so einsetzen,wie sie auch im TV funktioniert, also als Unterbrecherwerbung im Video, dann können Sie dafür durchaus die Spots einsetzen, die Sie für die TVKampagen bereits produziert haben. Wenn Sie Premiumformate wie etwa ein Masthead-Werbemittel auf der Homepage von Youtube buchen, dann lohnt es sich, auch über andere Werbeideen nachzudenken.

Müssen Online Spots immer parallel zur TV-Kampagne laufen oder empfiehlt sich ein zeitlicher Versatz?

Lehne: Auch das ist eine Frage der Strategie. Wenn es darum geht, so schnell wie möglich eine maximale Reichweite zu erzeugen, dann müssen TV und Online parallel laufen, damit die durch Online-Werbung erzielte zusätzliche Nettoreichweite zum Tragen kommt. Wenn Sie jedoch eine Vertiefung der Werbebotschaft erreichen wollen, dann empfiehlt es sich, die Online-Kampagne zeitlich versetzt zu fahren.

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