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Wandel im E-Commerce

Trend One hat die futuristischsten Ideen des Jahres 2010 gesammelt

Im Jahr 2010 gab es vor allem im Bereich Location Based Services viel Neues zu entdecken

Was gab es dieses Jahr Neues im E-Commerce? Was bringt die Zukunft? Diesen Fragen sind die Hamburger Initiative für Medien, IT und Telekommunikation, kurz Hamburg@ work, und die Hamburger Trendforscher von Trend One gemeinsam für ihr „Trendbook E-Commerce“ nachgegangen und haben so eine Reihe von spannenden Projekten gefunden, die den Weg in die Zukunft des E-Commerce weisen können.

Mehr Fun in Webshops

So zeigte die australische Modemarke Jay Jays,wie Online-Kataloge künftig gestaltet werden könnten. Die Kleidungsstücke werden von Tänzern in einem Musik-Video inszeniert und können per Mausklick näher inspiziert werden. Auch die italienische Firma Sync Fu bringt ein bisschen mehr Spannung in den Web-Einkauf. Das italienische Unternehmen entwickelte ein kostenloses Widget für Internet-Händler, mit dem diese ihren Kunden Gruppenkäufe zu reduzierten Preisen ermöglichen können. Die Idee, bestellte Waren in nur 90 Minuten auszuliefern,will das britische Start-up Shutl Now verwirklichen. Erste Tests laufen mit dem Warenhaus Argos

Neue Ideen zur Traffic-Generierung jenseits von Google und Preissuchmaschinen stammen unter anderem von Radiodeal.de und Open Sky (Shopopensky.com). Das Hamburger Unternehmen Radiodeal.de schaltet täglich Comedy-Funkspots im Format einer Daily Soap und schickt die kaufwilligen Radiohörer dann mit zwei Klicks an die jeweiligen Shops weiter. Die Zielgruppe liegt täglich bei zehn Millionen Hörern. Open Sky indes ist eine neue Art von Affiliate Marketing, mit der Blogger und Webseiten Artikel aus fremden Online Shops direkt über die eigene Seite verkaufen können. Klickt jemand auf ein rezensiertes Produkt, öffnet sich ein Fenster, das den Einkaufswagen symbolisiert und leitet den Kaufprozess ein.

Auch im Location-Based- Services-Bereich entdeckten die Trendforscher viel Neues: Die Smartphone-App „Shopkick“ etwa übernimmt automatisch den Check-in von Foursquare-Nutzern in bestimmten Geschäften und überprüft, ob diese sich wirklich dort aufhalten. Für das Besuchen eines Geschäfts und das Scannen von Produkten zahlt Shopkick dann virtuelle Belohnungen aus.„My Gofer“ ist eine Facebook-Applikation, über die Nutzer Artikel des täglichen Bedarfs online bestellen und noch am selben Tag in ihrem lokalen Supermarkt abholen können.New World Investments hat eine exakte 3-DKopie von Londons West End erstellt, über die die dort vertretenen Shops ihren Online- Vertrieb promoten können.

Und auch beim Bezahlen gibt es Neues. So erlaubt die deutsche Fidor Bank, via Twitter-Feed Überweisungen zu initiieren. Der deutsche IT-Dienstleister Itellium hat ein Bezahlsystem entwickelt, das auf QRCodes und Mobiltelefone setzt. Und bei Coca-Cola muss man seine Brause am Automaten künftig nicht mehr mit seinem guten Namen bezahlen, ein Tipp mit der Fingerspitze genügt. Die entsprechende Technik, die auf biometrischen Daten beruht, stammt vom japanischen Unternehmen Hitachi. dz

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