INTERNET WORLD Business





ANBIETERSICHT

Das Who’s who im deutschen Online-Payment-Markt

Diese Übersicht listet Payment Service Provider auf und zeigt, welche unterschied Anbieter mit welchen Bezahlverfahren im deutschen Markt aktiv sind

Diese Übersicht des deutschen Online-Payment-Markts wurde mit großer Sorgfalt recherchiert, erhebt aber nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Stand: Mai 2011. Kommentare und Anmerkungen bitte an Quelle: Eigene Recherchen

© INTERNET WORLD Business 9/1

presse@internetworld.de

Payment Service Provider

Ein Payment Service Provider (PSP) fungiert als Schnittstelle zwischen dem Online Shop und den Anbietern der verschiedenen Zahlungssysteme. Er realisiert die technische Anbindung. Die meisten PSP können eine Vielzahl an Bezahlverfahren abwickeln, die Palette reicht von Kartenzahlungen über Online-Zahlverfahren bis hin zu mobilen Zahlarten. Vorteil für den Shop-Betreiber: Er kann seinen Kunden mit überschaubarem Aufwand diverse unterschiedliche Zahlungsarten zur Verfügung stellen. Zudem bieten viele PSP Leistungen rund um Risikoprüfung und Inkasso an. Abgerechnet wird in der Regel über einen Fixbetrag pro Transaktion und/oder einen prozentualen Anteil am abgewickelten Umsatz.

Online-Zahlungssysteme

Online-Zahlungssysteme werden auch als digitale Zahlungsservices, E-Payment oder E-Wallets bezeichnet. Mit dem Entstehen des E-Commerce wurden sie zunächst ausschließlich für das Bezahlen im Internet entwickelt. Der Kunde kann seine Bezahldaten, etwa seine Kontoverbindungen oder Kreditkartendaten, beim Anbieter des Zahlungssystems hinterlegen, sodass dieser die Transaktion abwickeln kann. Alternativ kann der Kunde oft auch ein Guthabenkonto einrichten, von dem die zu zahlenden Beträge abgezogen werden. Der Shop-Betreiber hat dadurch keinen Zugriff auf die Bezahldaten des Kunden.

Häufig verwaltet der Anbieter das Geld auch treuhänderisch. Das bedeutet: Der Kunde erhält die Ware erst nach dem Eingang seines Gelds beim Zahlungssystemanbieter, der Shop-Betreiber erst, nachdem der Kunde die Ware erhalten hat.

Rechnungs-/Ratenkauf

Anbieter, die Shop-Betreibern einen abgesicherten Kauf auf Rechnung anbieten, sind erst seit etwa zwei Jahren verstärkt im Markt vertreten. Diese Anbieter garantieren dem Händler die Bezahlung der bestellten Ware, das heißt, sie übernehmen das Risiko von Zahlungsausfällen. Die Shop-Betreiber müssen im Gegenzug meist zwischen drei und sechs Prozent der Rechnungssumme an den Dienstleister abgeben. Diverse Anbieter dehnen den gesicherten Rechnungskauf auf einen Ratenkauf aus, sodass der Händler seinen Kunden die gestaffelte Bezahlung einräumen kann.

Near Field Communication

Near Field Communication bezeichnet eine Technologie, bei der Daten per Funk über eine kurze Distanz von einem mobilen Endgerät auf ein Terminal übertragen werden. Zum Bezahlen hält der Kunde sein Handy direkt vor ein Lesegerät und autorisiert die Zahlung anschließend, etwa via SMS. Nötig sind dafür Handys, die mit einem NFC-Chip ausgestattet sind. Derzeit laufen lediglich Pilotprojekte, aber etliche Firmen aus verschiedenen Branchen arbeiten unter Hochdruck an entsprechenden Systemen. Das Verfahren ist allerdings weniger als Zahlungssystem für den Online-Handel als vielmehr für den stationären Handel zu sehen.

Mobile Payment

Die Ansichten darüber, was „Mobile Payment“ genau bezeichnet, gehen auseinander. Während die einen Mobile Payment sehr weit fassen und darunter alle Bezahlverfahren verstehen, bei denen auf irgendeine Art das Handy oder das Smartphone eine Rolle spielen, rechnen andere nur solche Zahlvorgänge zu Mobile Payment, die auf Near Field Communication (siehe Kasten) basieren. Dabei ist ein mobiles Gerät mit NFCChip Voraussetzung für die Abwicklung der Zahlung.

Prepaid-Karten

Prepaid-Karten sind vor allem in der Online-Gaming- Branche verbreitet, da sie stets eine volle Kostenkontrolle ermöglichen. Die Karten kommen wie herkömmliche Kreditkarten zum Einsatz, sind aber auf die vorab eingezahlte Summe begrenzt. Außerdem lassen sich Prepaid-Karten als Geschenk- und Gutscheinkarten einsetzen, beispielsweise zur Kundenbindung.

Micropayment

Micropayment bezeichnet die Abwicklung von Klein- und Kleinstbeträgen im Internet. Gängige Verfahren sind die Abrechnung über Premium-SMS oder über einen Premium- Telefonanruf. Dabei wird die Ware oder Dienstleistung über eine kostenpflichtige SMS oder einen kostenpflichtigen Anruf in Höhe der zu begleichenden Summe abgerechnet. Andere Verfahren beruhen auf einer Abrechnung über die Telefon- oder Handyrechnung oder auf Online-Zahlungsservices.

Acquirer

Ein Acquirer ist die kreditkartenbetreuende Stelle des Händlers. Er wickelt für den Händler die Autorisierung und Abrechnung bei Kreditkartenzahlungen ab. Des Weiteren akquiriert er Akzeptanzstellen für Kreditkartenzahlungen (zum Beispiel aus Handel oder Hotellerie).

Banken

Die Banken sind Schnittstelle sowohl für die Shop-Betreiber als auch für die Kunden. Sie decken für den Konsumenten alle relevanten Dienstleistungen wie Kontoführung, Überweisungen und Lastschriften ab. Daneben fungieren sie als Issuer, das heißt, als Herausgeber von Kreditkarten. Für den Shop-Betreiber übernehmen sie im Gegenzug ebenso den kompletten Zahlungsverkehr.

Übersicht herunterladen?

Sie wollen diese Übersicht in einer Präsentation verwenden oder ausdrucken? Laden Sie das „Who’s who im deutschen Online-Payment-Markt“ kostenlos als PDF herunter:

www.internetworld.de/online-payment-markt

comments powered by Disqus