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Ein Netzwerk für Shops

Mit Shopware Connect können Shops ihre Sortimente austauschen und erweitern

Henning Adam  auf dem ersten Shopware Community Day

Mit einer spannenden Ankündigung hat Shopware seinen ersten Shopware Community Day gekrönt: Der Anbieter der gleichnamigen Open-Source-Shop-Software will zum Ende des dritten Quartals das Shop-Netzwerk Shopware Connect starten. Über dieses Netzwerk können Online-Händler Teile ihres Produktportfolios anderen Händlern zur Verfügung stellen und ihrerseits ihr Sortiment um Produkte anderer Händler ergänzen. Herzstück ist ein Portal, das die für den Austausch freigegebenen Produkte bündelt und für alle Händler bereitstellt. Die Einkaufs- und Versandbedingungen können die Shop-Betreiber untereinander selbst festlegen.

„Die Idee dazu kam aus den Reihen unserer Kunden“, berichtet Henning Adam, Manager Product Marketing bei Shopware. „Sie sind oft stark abhängig von großen Marktplätzen, allen voran eBay und Amazon. Wir wollten gerade kleinere Shop- Betreiber von den dort geforderten Provisionen unabhängig machen“, so Adam. Die Nutzung von Shopware Connect ist kostenlos:„ Es werden keinerlei Gebühren und Provisionen erhoben“, verspricht er.

Über eine offene Schnittstelle können beliebige Shop-Systeme miteinander verknüpft werden, sodass sich das Netzwerk nicht auf Shopware-Shops beschränkt. Vor allem die großen Open-Source- Systeme wie Oxid, Magento und xt lassen sich problemlos anbinden. Inwieweit Hersteller von Closed-Systemen mitziehen und ihrerseits die nötige Schnittstelle einbauen, ist laut Adam noch offen. Zum Start im Herbst rechnet er bereits mit 50 bis 100 angeschlossenen Shops.

Ganze Nutzergruppen bedienen

Im Branchenblog „Exciting Commerce“ bezeichnet Jochen Krisch Shopware Connect als „das weltweit erste vernetzbare Shopping-System“.Er sieht den großen Nutzen für die Händler darin, Nutzer- und Zielgruppen mit maßgeschneiderten Sortimenten bedienen zu können, ohne dass der einzelne Händler selbst alle Produktbereiche abdecken muss. Je mehr Markenhersteller selbst online verkaufen würden, desto eher könnten und müssten die Händler Sortimentsteile direkt einbinden. cf  ❚

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