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Neue Standards für Bewegtbild-Spots

BVDW treibt Werbemittelstandardisierung voran

Eine stärkere Standardisierung in der Online-Werbetechnik strebt der Online- Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) an. Dazu hat der Verband seine bestehende Übersicht der Werbemittel um Spezifikationen zur Anlieferung von Bewegtbildwerbung ergänzt. In der Übersicht (www. werbeformen.org) sind die verschiedenen Werbeformate nach Gattungen sortiert und mitsamt ihren genauen Spezifikationen aufgelistet. Werbungtreibenden, Agenturen und Vermarktern sollen so einheitliche Definitionen und Bezeichnungen an die Hand gegeben werden.

Zwei neue Formate für Videospots

Die jetzt neu vorgestellten Spezifikationen gelten für In-Stream-Bewegtbildwerbung. Darunter fallen beispielsweise Pre-, Mid-, Postroll und Overlay Ads, die in Videostreams eingeblendet werden. Die Werbespots können der Richtlinie zufolge als Datei im Rohformat oder als bereits encodierte Daten sowie als Redirect nach VAST-Standard (Digital Video Ad Serving Template) angeliefert werden. Neben genauen Angaben zu Seitenverhältnis, Dateiformat, Codec und Bitrate enthält die Richtlinie auch Spezifikationen zur Bildgröße: Die Spots dürfen demnach je nach Größe des verwendeten Videoplayers im Format 818 x 460 Pixel oder 512 x 288 Pixel erstellt werden.

Mit seiner Richtlinie folgt der Bundesverband internationalen Standards: VAST wird vom International Advertising Bureau (IAB) empfohlen und in Deutschland nach Angaben des BVDW bereits von etwa 80 Prozent der Marktteilnehmer eingesetzt. „Indem wir VAST-Standards einführen, vereinfachen wir künftig die Integration von Bewegtbildwerbung für Werbungtreibende aus Deutschland“, hofft Jens Pöppelmann, Leiter der Unit Ad Technology Standards im BVDW.

Neue Tools für Agenturen

Für eine Arbeitserleichterung soll in Zukunft auch ein weiteres Werkzeug sorgen, an dem die Unit Ad Technology Standards derzeit arbeitet: Ein Software-basierter „Ad Checker“ soll Agenturen künftig automatisch warnen, wenn ein Werbemittel von den Standardanforderungen abweicht, die der Verband vorgibt. „Agenturen können ihre Werbemittel so bereits während des Gestaltungsprozesses prüfen und werden nicht erst auf Fehler hingewiesen, wenn sie das Format an den Vermarkter ausliefern und die Zeit bereits äußerst knapp ist“, sagt Pöppelmann. Er hofft, dass der Ad Checker zur Dmexco im September fertiggestellt werden kann. Außerdem will Pöppelmann die vom OVK entwickelte Werbemittelübersicht beim IAB Europe vorstellen und ihr so international Anerkennung verschaffen. dg

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