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Trends im Online-Business

Razorfish-Report nennt fünf Technologie-Trends, die Firmen beobachten sollten

Interaktiv: Razorfish hat in dem Report auch Videos eingebaut

Neue Entwicklungen lassen die digitale Branche nicht zur Ruhe kommen. Für Unternehmen und Online Shops ist es eine große Herausforderung, einen Überblick über all die verschiedenen Trends zu behalten und ihre Bedeutung richtig einzuschätzen. Die Agentur Razorfish macht in ihrem neuen Report „Razorfish 5: Five Technologies That will Transform Your Business“ fünf digitale Trends aus, die Firmen im Auge behalten sollten. Diese sind: Near Field Communication (NFC), Veränderung des Interface, offene Schnittstellen, Marketing im Zeitalter großer Datenmengen und Cloud-Technologie.

Near Field Communication (siehe auch Seite 28) wird die Art, wie wir mit unseren mobilen Geräten interagieren, komplett verändern, meinen die Razorfish-Autoren. Zusätzlich zur Abwicklung der Bezahlung habe diese Technologie das Potenzial, Mehrumsatz durch mobile Marketingdienstleistungen zu generieren, beispielsweise durch mobiles Couponing. Dieses Werbepotenzial sei es, was Google, Microsoft, Apple und Facebook an der NFCTechnologie am meisten interessiere. Da diese großen Firmen NFC auf dem Plan haben, werde der Einsatz der Technologie einen Schub erfahren. Fraglich ist, ob das im Report beschriebene Szenario der Rundumsicht auf das Kaufverhalten eines Nutzers deutschen Datenschutzbestimmungen entspricht.

Für Keyboard und Computermaus steht das Ende bevor, lautet die nächste These. Der Grund: Sie werden von berührungssensitiven Bildschirmen der Tablet-PCs und von Spielekonsolen abgelöst, die über Bewegung gesteuert werden. Der Report argumentiert, dass Tablet-PCs die Möglichkeit bieten, mit Kunden über Gesten beziehungsweise Sprache auf natürlicherem Weg zu interagieren. Ob dadurch, wie behauptet, das Verhältnis zwischen Kunde und Marke wirklich intensiver wird, bleibt dahingestellt.

Entwicklung bei offenen Schnittstellen: Unternehmen sollten lernen, Dritten ihre Inhalte über offene Schnittstellen bereitzustellen, damit diese daraus Neues entwickeln können. Das ist eine weitere Empfehlung des Reports. Auf offene Schnittstellen zu setzen, sei die beste Chance für Unternehmen, mit den schnellen Veränderungen Schritt zu halten. Eine Gegenthese dazu wäre der Erfolg von Apple mit der geschlossenen App-Store-Plattform.

Unter „Marketing im Zeitalter großer Datenmengen“ verstehen die Autoren die heutigen Möglichkeiten, Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuziehen und für Analysezwecke zu nutzen. Was bis vor Kurzem noch an der Kapazität der Rechner scheiterte, ist inzwischen möglich geworden: große Datenmengen, die Firmen über ihre Kunden besitzen, zu durchforsten. Je größer die Datenbasis, desto präziser werden Targeting und Personalisierung, argumentieren die Autoren.

Das Neue am Cloud Computing sei, dass Rechenkapazitäten entsprechend den momentanen Anforderungen gekauft werden können: Da Firmen nur dann für Rechenkapazitäten zahlen, wenn sie sie gerade benötigen, sei diese Technologie für sie äußerst interessant.

Der Report (in Englisch, 45 Seiten) kann unter www.razorfish5.com gelesen werden. Auch wenn dieser Reklame für Razorfish- Services macht, liefert er einen guten Ausblick auf künftige Entwicklungen. is

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