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Verkaufshilfe Empfehlungen

Stylefruits setzt beim Verkaufen auf die Modetipps der User und expandiert jetzt mit dem Modell ins Ausland

Stylefruits.de: Frauen geben sich Tipps für Stylings und neue Mode

Mit einem einstelligen Millionenbetrag haben sich Creathor Venture und Vorwerk Direct Selling Ventures am Modeportal Stylefruits.de beteiligt. Das Geld wollen die Portalbetreiber vor allem nutzen, um ins Ausland zu expandieren. Auf der Site informieren sich im Monat rund eine Million Frauen über Modetrends und geben sich gegenseitig Tipps, was frau zu bestimmten Kleidungsstücken oder Anlässen trägt. Über Links zu insgesamt 15 Händlern kann die Mode sofort bestellt werden.„Stylefruits hat sich von der ersten Stunde an als Marktführer im Bereich Social Commerce für Damenmode etabliert“, sagt Cédric Köhler, Partner von Creathor Venture. Die Beteiligungsgesellschaft, Bad Homburg, hat zum zweiten Mal investiert.

Nach Angaben von Mitgründer und Geschäftsführer Ingo Heinrich steht die Münchner Stylefruits kurz vor der Gewinnschwelle. „Es hat sich ausgezahlt, dass wir nur auf die Empfehlungen der Nutzerinnen gesetzt und auf umfassende Redaktionsleistungen verzichtet haben“, meint Heinrich. Lediglich zwei Beiträge pro Woche, das Star-Styling und eine Trend-Kolumne, werden vom Team angefertigt. Etwa zehn Millionen Page Impressions generiert Stylefruits pro Monat. Die Conversion Rate liege, sagt Heinrich, „deutlich über den zwei bis drei Prozent, die auf solchen Sites üblich sind“.

Folge: Stylefruits vermittelte 2010 ein Einkaufsvolumen in zweistelliger Millionen- Euro-Höhe an seine Handelspartner, zu denen Esprit, Promod und Zalando gehören. Welchen Anteil davon Stylefruits als Provision erhält, lässt Heinrich offen.

„Wir wählen Shops, die unsere Zielgruppe interessant findet“, sagt er. „Das sind vor allem Anbieter von Marken und günstiger Mode.“ Stylefruits wird besonders gern von Frauen im Alter von 18 bis 34 Jahren angeklickt. Vor allem die international agierenden Handelspartner sollen nun auch bei der Expansion helfen, für die die Münchner das frische Kapital eingeworben haben. „In den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien funktionieren die Modemärkte ähnlich wie bei uns“, sagt Heinrich. Die fremdsprachigen Texte werden zwar in München entstehen, doch die Seite für das jeweilige Land wird mit weiteren Partnern vor Ort verlinkt. vs


❚ Stylefruits startet 2008 in München.

❚ Das Start-up kooperiert mit 15 Handelspartnern, profitiert von Provisionen für die Vermittlung von Käufern sowie von der Werbevermarktung der Site. Stylefruits steht kurz vor dem Break-even.

❚ 25 Mitarbeiter organisieren das Portal.

❚ Neben den Gründern sind Creathor Venture und Vorwerk Ventures beteiligt.

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