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Bilder und Farben richtig setzen: Sieben Tipps für Online Shops

Techniktipp

Florian Schneider,

Creative Director bei der Internet-Agentur Netz98 New Media

www.netz98.de

Kaum ein Internet-Nutzer schaut sich die einzelnen Bereiche von Webseiten systematisch oder in aller Ruhe an. Stattdessen springt der Blick in Sekundenbruchteilen zwischen Bildern und einzelnen Wörtern hin und her, Texte werden höchstens angelesen. Daher sollten Web-Anbieter die Nutzerführung intuitiver und visueller gestalten.

1. Texte, die den Nutzer durch das Warenangebot oder die Webseite insgesamt führen sollen, sollten so knapp wie möglich gehalten werden. Entscheidend sind hauptsächlich visuelle Reize, daher ist immer auch eine Kombination von Text und Bild oder Icon sinnvoll. Wenn mehrere Produktkategorien angeboten werden, kann neben der Bezeichnung der Warengruppe ein Foto eines beispielhaften Artikels stehen.

2. Farben sollten so verwendet werden, wie sie intuitiv gesehen werden. Aus der Farbpsychologie ist bekannt, dass die Menschen bestimmte Farben emotional zuordnen oder deren Bedeutung gelernt haben. So steht Grün für vorteilhafte Eigenschaften, Rot für Warnungen oder Fehler. Blau steht für Verlässlichkeit und Seriosität, Gelb erregt Aufmerksamkeit.

3. Setzen Sie Aktionsfarben ein: Eine Farbe kann auch „Hier geht es lang“ kommunizieren. Wesentliche Aktions-Buttons, etwa „In den Warenkorb“, sollten daher auffällig und unbedingt farbig gestaltet werden. Die von manchen Designern bevorzugten hellgrausilberfarbenen Buttons signalisieren dagegen sie seien nicht aktiv.

4. Farbe stringent hinsichtlich ihrer Funktion einsetzen. So sollten alle klickbaren Elemente in einer einzigen Interaktionsfarbe angelegt werden.

5. Möglichst „erzählende“ Icons verwenden. Um auf längere Teaser verzichten zu können, helfen Icons bei der Orientierung. „Erzählende“ Icons zeigen selbst erklärende Symbole, etwa einen Drucker fürs Drucken oder verschieden große Buchstaben fürs Einstellen der Schriftgröße. Für alle anderen Icons muss der Nutzer ihre Bedeutung erlernen, wie etwa bei vielen Social Media Icons.

6. Funktions-Teaser und -Tools auf die Startseite stellen. Mit diesen kann der Nutzer etwa interaktiv Geschenke finden, die erweiterte Suche benutzen oder Bewertungen abgeben.

7. Verschiedenen Nutzertypen unterschiedliche Einstiege anbieten. Unverzichtbar sind die klassische Navigationsleiste, die Suche und Warenkategorien mit Produktfilter.

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