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Automatischer Facebook Shop

Ernsting’s Family setzt auf das Potenzial von Social Media

Facebook Fans finden in dem Shop exklusive Kollektionsartikel

Ist F-Commerce doch noch nicht am Ende? Zahlreiche große Retailer haben ihre Facebook Shops nach kurzer Zeit wieder geschlossen, weil sich diese nicht rentierten. Jetzt startet das Textilunternehmen Ernsting’s Family einen neuen Versuch. Dabei wolle man anders vorgehen als viele Unternehmen, die lediglich ihren klassischen Webshop adaptiert haben. „Wir gehen aktionistisch vor, bieten exklusive Artikel, Rabatte und Aktionen an“, erläutert Stephanie Wölfel, die für den E-Commerce bei Ernsting’s Family zuständig ist.

Was das Vertrauen betrifft, sei von Vorteil, dass der Bezahlvorgang nicht auf Facebook, sondern im Webshop erfolge. Ansonsten sei den Kunden besonders die kostenlose Lieferung in die Filialen wichtig, betont Wölfel. Die rund 70.000 Fans finden auf der Facebook-Seite ausgewählte, teils exklusive Teile des Sortiments. Sie bekommen so auch Zugang zu neuen Kollektionsartikeln, bevor sie im Webshop angeboten werden. Konzept und technische Umsetzung des Facebook Shops stammen von der Hamburger Internet-Agentur Spot-Media, die zur Sinner-Schrader-Gruppe gehört. Die Produkte werden durch die Redaktion im Produktdaten-Backend des Webshops gepflegt und über eine XML-Schnittstelle automatisch bei Facebook importiert. Parallel dazu entwickelte die Agentur ein Social Framework auf Typo3-Basis, mit dem sich Umfragen, Votings und Gewinnspiele erstellen lassen, die als Facebook App bereitgestellt werden. Der Facebook Shop ermögliche es, Kunden über Verkaufsaktionen im Umfeld sozialer Netzwerke noch besser kennenzulernen, sagt Johannes Ehling, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei Ernsting’s Family. tdz

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