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M-Commerce ausbaufähig

Nur wenige Nutzer kaufen nach der mobilen Suche auch mobil im Web ein

Smartphone-Nutzer informieren sich gerne mobil über Angebote, gekauft wird aber woanders

Die Verbreitung mobiler Endgeräte nimmt weiterhin stark zu. Während noch vor drei Jahren nur etwa jeder zehnte deutsche Internet-Nutzer ein Smartphone besaß, sind es mittlerweile über 40 Prozent. Das geht aus dem neuen W3B-Report „Mobile Commerce“ des Marktforschungsunternehmens Fittkau & Maaß Consulting hervor.

Fast alle Smartphone-Besitzer (92,9 Prozent) haben schon einmal das mobile Internet genutzt, jeder Zweite surft täglich mobil. Am liebsten rufen die Nutzer mobil Nachrichten und Wetterinformationen ab. Immerhin 56,8 Prozent der befragten Nutzer gaben zudem an, sich via Mobile auch über Produkte zu informieren, jeder Vierte sogar regelmäßig. Nahezu ebenso viele nutzen ihr Smartphone für Preisinformationen beziehungsweise -vergleiche. Besonders männliche User machen von der mobilen Preisrecherche Gebrauch – der Nutzungsanteil liegt rund zehn Prozentpunkte über dem der Frauen.

Allerdings gehe die Gleichung „Mobil informieren ist gleich mobil einkaufen“ im mobilen Web (noch) nicht auf. W3B hatte Smartphone-Besitzer gefragt, wo sie nach der mobilen Recherche normalerweise einkaufen. Die meisten Nutzer gaben an, im Anschluss an die mobile Suche vorwiegend im stationären Internet einzukaufen. Fast ein Viertel tätigt seine Einkäufe nach der Suche in einem stationären Geschäft. Nicht einmal jeder Zehnte bestellt mobil. Wer potenzielle Kunden für den M-Commerce gewinnen wolle, müsse mit zielgruppenorientierten Angeboten überzeugen und eine kanalübergreifende Perspektive einnehmen, lautet die Schlussfolgerung der Marktforscher. tdz

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