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Olympia knickt die Server

Dem London-2012-Ansturm waren die Mediatheken teils nicht gewachsen

Jeder vierte Deutsche guckte Olympia im Netz

Die 30. Olympischen Sommerspiele sind vorbei; ihre Wirkung für das Internet-Fernsehen bleibt bestehen, meinen zumindest Bitkom-Analysten: Jeder vierte Deutsche sah Live-Bilder der Spieler auf seinem Computer oder Handy über eine der zahlreichen Mediatheken – das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage unter rund 1.000 Deutschen über 14 Jahren. Überdurchschnittlich hoch war der Anteil der Online-Gucker unter den Männern und der jüngeren Zielgruppe unter 30 Jahren. „Mit Olympia 2012 wurde Internet-TV zum Massenphänomen“, lautet das euphorische Fazit von Bernhard Rohleder, dem Bitkom- Hauptgeschäftsführer.

Der Ansturm traf die Anbieter ARD und ZDF, die das bisher größte Angebot an Live-Streams ins Netz stellten, wohl teils unvorbereitet: Die ZDF-Mediathek war immer wieder nicht erreichbar. Jetzt will man technisch nachrüsten. Zu spät, kritisiert Andreas Hartl, Regional Director Germany beim Performance-Spezialisten Riverbed. „Es ist absolut unverständlich, dass die TV-Sender nicht entsprechend gerüstet waren: Mit gezielten Maßnahmen hätte ein kontinuierlicher Live-Stream sichergestellt werden können.“ il

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