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Vorsicht, ansteckend!

Studie untersucht, wann sich Inhalte auf Facebook am besten verbreiten

Kennzahlen wie Click-Through-Rate oder Cost per Order sind nur begrenzt aussagefähig, wenn es um die Wirksamkeit von Social-Media-Aktivitäten auf Facebook geht. In einer gemeinsamen Studie haben die Wiener Internet-Agentur VI Knallgrau und die Fachhochschule Johanneum Graz jetzt untersucht, welche Faktoren für die Verbreitung von Nachrichten zu Handels- und Produktmarken auf Facebook maßgeblich sind.

Viralitätsfaktor entscheidet

Als Kennzahl für das Verbreitungspotenzial eines Facebook Postings zogen die Forscher den Viralitätsfaktor heran. Er berechnet sich aus der Anzahl der Likes, Shares und Kommentare, die ein Beitrag bekommt, geteilt durch die Anzahl der Fans, die die betreffende Facebook-Seite hat, anschließend multipliziert mit 100. Ein Video, das 50 Mal geliked wird, kommt auf einer Seite mit 20.000 Fans also auf einen Viralitätsfaktor von 0,25. In diesem Bereich liegen auch die Nachrichten, die Retailer und Brands an Werktagen auf ihren Facebook-Seiten posten.

Am Sonntag ändert sich das Bild: Mit einem Viralitätsfaktor von 0,33 liegt das Verbreitungspotenzial eines Beitrags um rund 30 Prozent über dem Wert vom Werktag. Auf die Modellrechnung bezogen bedeutet das: Statt 50 Likes, Shares und Kommentaren bekommt ein Beitrag plötzlich 66 – damit steigt das Potenzial einer Weiterverbreitung im Network. Der Grund für diesen Effekt scheint auf den ersten Blick trivial: Am Sonntag werden nur fünf Prozent aller Facebook-Nachrichten gepostet, unter der Woche sind es drei- bis viermal so viel. Auch am Samstag herrscht auf Facebook relative Nachrichtenarmut, doch der Viralitätsfaktor liegt kaum höher als an Werktagen. Fazit: Facebook-News am Sonntag kommen gut an.

Und wer unbedingt unter der Woche seine Nachrichten verbreiten will, sollte dafür am besten den Mittwoch wählen. fk

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