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VERTRAGSRECHT

Warnung bei Kostenexplosion

Bis zum Bundesgerichtshof ging der Streit eines DSL-Kunden mit seinem Internet-Provider. Der Kunde hatte einen Vertrag, der 40 Stunden Surfen pro Monat zum niedrigen Pauschalpreis enthielt. Nach einiger Zeit stiegen die Rechnungen plötzlich auf mehrere hundert Euro pro Monat – Grund war ein Router, der die Internet- Verbindung 24 Stunden am Tag aufrechterhielt. Hätte der Provider den Kunden vor der Kostenexplosion warnen müssen? Dies bejahte der BGH – bei einer plötzlichen Nutzungsänderung sei eine Warnung vor hohen Kosten erforderlich. Allerdings: Der Kunde hätte seine Rechnungen auch lesen und selbst frühzeitig aktiv werden müssen (Az.: III ZR 71/12). fk

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