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Schnäppchen Groupon

So schnell kann’s gehen: Vor einem Jahr waren Einzelhändler und Dienstleister euphorisch, mit Rabattgutscheinen von Groupon Verbraucher in ihre Läden und Restaurants zu locken. Inzwischen ist der Gutschein-Boom Geschichte: Groupon hat an der Börse mehr als 80 Prozent an Wert verloren, die Aktie notiert bei knapp vier Euro. Das Unternehmen wäre für rund 2,3 Milliarden Euro zu haben. Ein Schnäppchen: 2011 hatte Google mehr als das Doppelte geboten. Groupon-Chef Andrew Mason steht enorm unter Druck. Der Aufsichtsrat will ihn ablösen, sucht nach einem erfahrenen Firmenlenker. „Wenn ich glaube, ich wäre nicht der Richtige für den Job, dann bin ich der Erste, der sich selbst feuert“, kontert Mason. Doch Groupon muss zulegen: Der Umsatz stagniert bei 600 Millionen US-Dollar pro Quartal. Der Chef setzt nun auf bessere Technik und mehr Service.

Groupon ist indes nicht der einzige Gutscheinanbieter, der leidet: Im dritten Quartal musste Amazon die Übernahme von Groupon-Wettbewerber Living Social abschreiben und daher einen Verlust von 274 Millionen Dollar ausweisen. Das Unternehmen hat gerade angekündigt, sich von 400 Mitarbeitern trennen zu wollen – fast jeder Zehnte muss gehen: Das Ende eines einst vielversprechenden Hypes. vs

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