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Schwaches Werbejahr 2012

Laut ZAW droht den Medien bei den diesjährigen Werbeumsätzen ein Minus

Das Jahr 2012 wird in Bezug auf die Werbeerlöse ein schwaches Jahr. Das ist die Prognose der Herbstanalyse des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW). Die Einschätzung basiert auf einer Umfrage unter den 40 ZAW-Mitgliedsverbänden der werbenden Wirtschaft, der Medien, der Agenturen und aus der Forschung. Demnach gehen die Experten für das Jahr 2012 von einem leichten Rückgang der Bruttoinvestitionen in Werbung (inklusive Honorare, Werbemittelproduktion sowie Medienschaltkosten) von 0,8 Prozent oder 240 Millionen Euro auf knapp 30 Milliarden Euro aus.

Für dieses Jahr rechnet der ZAW mit Nettowerbeumsätzen von 18,36 Milliarden Euro, was einem Rückgang von drei Prozent beziehungsweise 570 Millionen Euro entspricht.

Entscheidender Faktor für den Rückgang ist laut ZAW die Konjunkturanfälligkeit der kommerziellen Werbung. Eine zunehmend vorsichtigere Werbeplanung insbesondere von mittelständischen Unternehmen würde die Erwartungen ins Negative drücken.

Pessimismus hält sich in Grenzen

Für das kommende Werbejahr 2013 erhoffen nur 14 Prozent der deutschen Unternehmen steigende Investitionen in Werbung (Vorjahresvergleich: 28 Prozent).

Immerhin 72 Prozent gehen aber von stabilen Werbeetats aus (Vorjahresvergleich: 63 Prozent), während 14 Prozent der Befragten schrumpfende Werbeausgaben prognostizieren.

Auch die Media-Agenturgruppe Zenith Optimedia untersucht in ihrem „Advertising Expenditure Forecast“ den Werbemarkt. Demnach soll vor allem der Werbeträger Internet von den sich entwickelnden Märkten (Schwellenländern wie Brasilien oder China) profitieren. Die Investitionen in Online-Werbung sollen in den kommenden Jahren weltweit um 14 bis 15 Prozent wachsen.

2013 sollen deshalb bereits erstmals mehr Werbeinvestitionen in Online fließen als in TV. Als Wachstumsmotor innerhalb der Internet-Werbung gelten dem Bericht nach auch hierzulande Social Media und Online Video. sg

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