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Mit Daten zu mehr Umsatz

Viele Online Shops verlassen sich auf Datenanalysen, um ihre Conversion Rate zu steigern

Business Intelligence heißt, datenbasierte Entscheidungen zu treffen

Je größer ein Unternehmen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es Business Intelligence für die Optimierung seines Online Shops nutzt. Fast sieben von zehn der im Auftrag von Novomind befragten Unternehmen verwenden Datenanalysen für die Verbesserung ihres digitalen Vertriebskanals. Weitere 24 Prozent planen dies. Nur zehn Prozent lassen von Business Intelligence komplett die Finger. Das hat eine Befragung des Hamburger IT-Dienstleisters Novomind ergeben.

Durchgeführt wurde die Studie vom Forsa-Institut, befragt wurden 100 IT- und Customer-Care-Verantwortliche aus Unternehmen mit eigenem Online Shop. Novomind ist Anbieter einer Shop-Software. Die Befragung sollte ermitteln, wie die Firmen im Bereich Business Intelligence aufgestellt sind.

Business Intelligence (BI) bedeutet, unterschiedliche Daten zum Kundenverhalten zusammenzufassen und daraus Ableitungen zu bilden, erläutert Stefan Grieben, Vorstand von Novomind. Business Intelligence liefere allerdings keine Schlussfolgerungen, die müsse der Verantwortliche selbst ziehen, meint Grieben.

Drei Viertel derjenigen, die Business Intelligence einsetzen, verbessern damit die Conversion Rate im Webshop. 86 Prozent kennen den Käuferanteil unter den Besuchern ihres Online-Geschäfts. Dieser liegt in der Mehrheit (42 Prozent) nur zwischen einem und fünf Prozent. Ein Viertel der Befragten beziffert den Käuferanteil auf sechs Prozent und mehr.

Das Hinzuziehen von Datenanalysen zahlt sich offenbar aus: 97 Prozent der BI-Nutzer berichten, dass sich dadurch die Conversion Rate verbessert habe. 86 Prozent verzeichneten eine Steigerung des Umsatzes beziehungsweise des Warenkorbwerts. Auf die Retourenquote wirkt sich die Datenanalyse nicht unbedingt aus. Nur 52 Prozent der Befragten sahen einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von BI und der Verringerung der Retourenquote.

Novomind wollte auch wissen, wie wichtig es für die E-Commerce-Verantwortlichen ist, in Echtzeit auf das Kundenverhalten reagieren zu können, beispielsweise um personalisierte Angebote auszuspielen. 27 Prozent der Befragten finden diese Möglichkeit „sehr wichtig“, 37 Prozent kreuzten „wichtig“ und 32 Prozent „weniger wichtig“ an. Etwas über die Hälfte der Befragten arbeitet bereits mit einem Shop-System, das Business-Intelligence-Daten in Echtzeit verwenden kann. Auswertungen in Echtzeit zu fahren, sei ein großer Trend, beobachtet Grieben. Doch ob das schon viel bringt, ist offen.

29 Prozent verbuchen dadurch eine deutliche Erfolgssteigerung, während 38 Prozent „Ja, etwas“ auf die Frage antworten „Hat sich der Erfolg Ihres Shops durch die Nutzung von Daten in Echtzeit gesteigert?“. 26 Prozent verneinen dies.

Last but not least wollte Novomind von den IT-Verantwortlichen wissen, ob sie Live-Chat im Shop einsetzen. Ergebnis: Nur 11 Prozent bieten dies an. is

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