INTERNET WORLD Business





Schwierige Wachstumsphase

Die Ist-Zahlen stationärer Händler im E-Commerce liegen oft deutlich unter der Planung

Der Online-Handel ist den Kinderschuhen entwachsen

Welche Trends prägten den Internet-Handel in den vergangenen zwölf Monaten? Darüber diskutierte der Business-Beirat E-Commerce der INTERNET WORLD Business zusammen mit der Redaktion. Shopmacher-Gründer Marcus Diekmann, Professor Gerrit Heinemann, Leiter des eWeb Research Center an der Hochschule Niederrhein, Exciting-Commerce-Blogger Jochen Krisch und die E-Commerce-Leiterin von Christ, Christine Wurm, waren sich einig: Die Branche ist in diesem Jahr den Kinderschuhen entwachsen.

„Mit einem mittelprächtigen Shop oder mittelprächtigen Prozessen kommt man inzwischen nicht mehr weit“, so die Erfahrung von Christine Wurm.

Darüber hinaus zeigt sich, dass der Online-Handel viel komplexer ist als gedacht. „Ich würde wetten, dass 75 Prozent der stationären Fashion Shops online ihre Umsatzziele nicht erreicht haben“, so Diekmann. Der Grund, laut Professor Heinemann, ist ein falsches Verständnis von dem Geschäftsmodell. Der stationäre Handel lege an Webshops die gleichen Kriterien an wie an eine Filiale, die nach zwei Jahren profitabel zu sein hat. Schafft der Shop das nicht, werden Sortimente und Media reduziert und der Webshop damit getötet.

Auch den E-Commerce-Dienstleistern wehte 2013 ein strammerer Wind ins Gesicht, wie das Beispiel Netrada zeigt: „Viele Dienstleister machen derzeit die Erfahrung, dass Händler ab dem Umsatz-Level, wo Provisionen endlich Spaß machen würden, Verantwortlichkeiten intern aufbauen. Hier muss sich die Branche in irgendeiner Form rekonfigurieren“, so Berater Krisch.

Das Protokoll der Diskussion lesen Sie ab Seite 8. dz

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