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Wachstum durch Zukäufe

Douglas vergrößert sich im Internet und im Ausland – 500 Millionen Euro für Zukäufe

Sorgenkind Thalia: In den Filialen werden neben Büchern neuerdings auch Reisen verkauft

So durchwachsen wie das Jahr verlief, ist nun auch die Bilanz, die Douglas-Chef Henning Kreke vorlegte: Das Hagener Unternehmen, zu dem neben den gleichnamigen Parfümerien auch die Filialketten von Christ (Schmuck), Hussel (Süßigkeiten) und Thalia (Medien) gehören, befindet sich im Umbruch. Es hat Filialen geschlossen, im Sommer die Investorengruppe Advent beteiligt und sich von der Börse zurückgezogen. Nun folgt die erste Bilanz – mit deutlich weniger Details als zu Börsenzeiten.

Für das Geschäftsjahr 2012/13 – es endete im September – bilanziert der Konzern einen Nettoumsatz von 3,5 Milliarden Euro und ein Wachstum von gerade mal einem halben Prozent. „Wir sind damit recht zufrieden“, so Kreke. „Wir haben einige unrentable Umsätze durch Filialschließungen abgeschnitten.“ Besonders gut macht sich Douglas im Ausland und im Internet: Um neun Prozent auf 1,2 Milliarden Euro stieg der Umsatz jenseits deutscher Grenzen, um 16 Prozent auf rund 280 Millionen Euro indes die Online-Erlöse.

Und die sollen weiter wachsen: Zurzeit baut Douglas das Online-Geschäft aller seiner Marken aus und hat dazu Nicholas Denissen von Amazon abgeworben. Während die Parfümeriesparte einen eigenen Shop betreibt, hat sich Christ zusätzlich mit Zalando zusammengetan und mit den Berlinern einen Marktplatz eröffnet. Sorgenkind ist die Buchkette Thalia: Sie hat ihr Sortiment um Medien und Spielzeug ausgebaut, in einige Filialen ist zudem der Reiseanbieter Sonnenklar eingezogen.

500 Millionen Euro stehen Douglas für Übernahmen und damit für mehr Wachstum zur Verfügung. Erster Kauf: die französische Kosmetikkette Nocibé, die auch online verkauft. Zurzeit prüfen die Wettbewerbsbehörden den Deal. vs

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