INTERNET WORLD Business





Retargeting bei Twitter

In den USA sprechen immer mehr Unternehmen potenzielle Käufer über Twitter an. Sie nutzen dazu verstärkt die Mechanismen des Retargeting, die Twitter dort bietet. Denn seit Oktober besteht die Möglichkeit, User, die sich zuvor beispielsweise auf Amazon für Schuhe interessiert haben, mit einem Sponsored Tweet erneut zu kontaktieren. Dies löst aber mitunter auch Unmut aus, da sich einige Nutzer in ihrer Privatsphäre gestört fühlen: Twitter gilt als sehr persönliche Social-Media-Plattform, das Retargeting führte in der Folge zu einer erneuten Diskussion über die Verwendung von Daten.

Tool für aktuelle Debatten

Für Unternehmen könne dies unangenehme Folgen haben, betont Markus Plattner, CIO Global von Quisma. „Dank der Anonymität in den sozialen Netzwerken sind die User oftmals weniger nachsichtig und attackieren Marken, die sie mit irrelevanten oder gar nervenden Inhalten konfrontieren.“ Twitter ist eigentlich ein Tool, um sich in aktuelle Debatten einzuschalten. Wer Sponsored Tweets nutzt, sollte dieses berücksichtigen, so Plattner. Wichtig sei deshalb, mit den Usern in einen Dialog zu treten, der sich von der üblichen Werbung abhebt.

Nach einer ersten Analyse ist die Retargeting-Option besonders für Marken geeignet, die noch kein starkes Profil haben: Hier kann ein neuer Kommunikationskanal aufgebaut werden. hvr

comments powered by Disqus