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Wywy will wachsen

Start-up überimmt nach einer Millionenfinanzierung US-Konkurrenten

Zwei Monitore im Blick: Surfen und fernsehen gleichzeitig

Schlag auf Schlag produziert das deutsch-israelische Start-up Wywy Nachrichten: Der Spezialist für die Synchronisation von Werbung auf verschiedenen Geräten warb erst 5,2 Millionen Euro ein und kaufte danach seinen Konkurrenten Second Screen Networks: „Als ein Pionier für Second-Screen-Werbung verfügt das US-Unternehmen über umfangreiche Erfahrung und ein riesiges Kundennetzwerk“, sagt Tobias Schmidt, Mitgründer von Wywy. „Dieser Kauf ist eine Starthilfe für den Eintritt in den US-Markt.“ Wywy erweitert so sein Netzwerk um 100 US-Fernsehsender. In Europa arbeitet das Start-up schon mit 200 Sendern zusammen, darunter der RTL-, der Pro-Sieben-und der türkischen Dogus-Gruppe.

Schauen Zuschauer fern und surfen dabei gleichzeitig mit Tablet oder Smartphone im Internet, erkennen die Apps von Wywy und Second Screen Networks, welche Serie oder Werbung gerade läuft. Synchron dazu spielen sie dann Online-Werbung für mobile Geräte aus. Werbeverantwortliche nutzen die Technik zur Verstärkung von Fernsehkampagnen, zunehmend aber auch, um deren Wirkung besser zu kontrollieren und zu steuern. Sendern wiederum helfen Wywy und die neuen US-Kollegen dabei, eigene Social Apps zu entwickeln, mit denen Zuschauer sich über das Programm austauschen können. So stärken Sender die Zuschauerloyalität und vermarkten eigene Aktionen.

Vor dem Kauf hatte Cipio Partners 5,2 Millionen Euro in Wywy investiert, der Risikokapitalgeber hatte sich schon kurz nach dem Start 2012 mit 2,5 Millionen Euro beteiligt. „Der große Erfolg von Wywy bei den Media-Agenturen und TV-Werbetreibenden vereinfachte die Entscheidung zur Internationalisierung“, sagt Werner Dreesbach von Cipio Partners. „TV-Werbetreibende suchen neue Ansätze, um die Effizienz ihrer Kampagnen zu sichern.“ vs

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