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CES 2014 IN LAS VEGAS

Die Computer verschwinden

Auf der Weltmesse der Unterhaltungselektronik ist alles vernetzt – und PCs spielen nur noch eine Nebenrolle

Das Armaturenbrett der Autos von morgen ist für Internet-Firmen ein begehrenswerter Claim – und er ist noch nicht final abgesteckt. Deshalb war der Auftritt von Audi-Chef Rupert Stadler als Keynote Speaker auf der CES kein Zufall. Wichtigste Neuheit in Las Vegas war schließlich die Gründung der Open Automotive Alliance (OAA), mit der Google und Chip-Hersteller Nvidia Android den Weg in die Kfz-Welt ebnen wollen. Zu den Partnern aus der Autoindustrie gehören neben Audi GM, Honda und Hyundai.

Weiterer CES-Megatrend: Dinge des Alltags – vernetzt, intelligent und immer mit Smartphone App. Beispiele gefällig? Eine elektrische Zahnbürste, die anzeigt, ob sich die Kinder gründlich genug ihre Zähne putzen, ein Licht-Wecker, der via Sensormatte den Schlaf des zu Weckenden überwacht – und das „Copenhagen Wheel“, ein elektrisch betriebenes Hinterrad, mit dem sich jeder Drahtesel zum Pedelec umrüsten und per iPhone bedienen lässt. Während Epson in Las Vegas eine Alternative zu Google Glass vorstellte, ist das Start-up Innovega schon weiter: iOptik heißt der Prototyp einer Kontaktlinse, die Daten ins Sichtfeld des Nutzers einspielt.

Und die Computer? Werden immer schneller, kleiner, dünner – und irgendwie beliebiger. Eine Ausnahme heißt „Steam Machine“. Die Plattform taugt als Spielekonsole ebenso wie als Heim-Multimedia-Zentrale. Auf der CES gaben mehr als 15 Hersteller ihre Unterstützung bekannt. fk

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