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Immer Ärger mit Justin

Songtexte-Portal begeht SEO-Sünden und kommt damit durch

Eigentlich ein banaler Vorgang: Die Google-Vorgaben zu SEO-Maßnahmen werden von einer Website ignoriert, Google straft die Seite ab. Sie fliegt aus dem Index. Beim Songtexte-Portal Rap Genius ging es um Links zu Werken des Teenie-Stars Justin Bieber, die das kalifornische Start-up unter kompletter Missachtung der Google-Richtlinien aufbaute. Der Fall ging durch die US-Medien, weil Rap Genius öffentlichkeitswirksam zu Kreuze kroch, sich bei Google entschuldigte – und nach nur wenigen Tagen wieder an gewohnter Position im Google-Index auftauchte.

Gleicher als andere

Von solch einer schnellen Beilegung einer Google Penalty können normale Websites nur träumen. Kann es sein, so fragt Johannes Beus, Gründer des SEO-Tool-Anbieters Sistrix, im Unternehmens-Blog, dass Google bei einem angesagten Start-up mit 15 Millionen Dollar Wagniskapital auf dem Konto andere Maßstäbe anlegt als bei einem x-beliebigen Online Shop?

In den USA wird das Google-Vorgehen schon kritisch hinterfragt. Es könnte sein, dass Google mit der bevorzugten Behandlung von prominenten Websites einen Präzedenzfall schafft, an dem sich der Konzern messen lassen muss. fk

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