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Netzneutralität: Noch sind alle Bits gleich

Als eine wichtige Weichenstellung für die Auflösung der Netzneutralität werten Marktbeobachter das Urteil eines US-Berufungsgerichts. Das Gericht hat einer Klage des Mobilfunkbetreibers Verizon gegen entsprechende Auflagen der Aufsichtsbehörde FCC stattgegeben. Der Begriff „Netzneutralität“ beschreibt das Prinzip, dass Netzbetreiber alle Datenpakete gleichberechtigt behandeln müssen. Dem entgegen stehen Geschäftsmodelle, bei denen Daten eines bestimmten Dienstes mehr Bandbreite erhalten als andere, um etwa ein reibungsloses Funktionieren von HD-Videostreaming sicherzustellen.

Die Gerichtsentscheidung wird von Verbraucherschützern kritisiert. Sie befürchten ein 2-Klassen-Internet, bei dem Konzerne wie Google für eine gute Netz-Performance zahlen, während kleine Anbieter zurückbleiben. Laut Florian Glatzner vom Verbraucherzentrale Bundesverband hat das US-Urteil keine unmittelbare Auswirkungen auf Deutschland, zeigt aber einen Trend auf. fk

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