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Werbung in neuem Gewand

Seit ihrem Online Relaunch setzt die „New York Times“ auf native Ads

Der erste Paid Post stammt von Dell

In Sachen multimediales Storytelling und Paywall zählt die „New York Times“ (NYT) bereits zu den großen Trendsettern in der Online-Nachrichtenwelt. Ein Relaunch zu Beginn des Jahres soll der digitalen Version der US-Tageszeitung nun helfen, diese Vorreiterrolle zu behaupten.

Steigende Umsätze mit Native Ads

Spannend für die Anzeigenkunden der NYT sind vor allem die neuen Werbeformen, die das Redesign mit sich bringt: Native Ads oder Paid Posts. Dahinter stecken Texte von Unternehmen, die sich in ihrer Darstellung dem redaktionellen Stil der Zeitung anpassen. Der erste Werbekunde der NYT, der auf Native Advertising setzt, ist Computerhersteller Dell.

Die Paid Posts sollen dem Traditionsblatt wieder steigende Werbeerlöse bescheren: Im dritten Quartal 2013 musste die Zeitung bei ihren digitalen Werbeumsätzen ein Minus von 3,4 Prozent auf etwa 32 Millionen US-Dollar in Kauf nehmen.

Deutschland hinkt noch hinterher

In Deutschland ist die Zahl der Publisher, die Native Ads auf ihren Websites einbinden, noch sehr überschaubar. Auf der Seite der Blog-Zeitung Huffington Post beispielsweise gibt es kleine Text-Bild-Teaser, die indirekt für ein Unternehmen wie HRS werben. Hierzulande folgen Native Ads noch stark dem Prinzip des Branded Entertainment. Das „Handelsblatt“ etwa setzt auf diese „Werbung mit Mehrwert“ und stellt dem Mischkonzern General Electric auf seiner Website einen ganzen Channel zu den Themen Energie und Gesundheit zur Verfügung – allerdings gekennzeichnet als Sonderveröffentlichung. sg

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