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Woonio gibt Gas

Möbelmanufaktur will schneller wachsen und wird Partner von Home24

Woonio: Tische, Sofas und Betten selbst gestalten

Die Materialien und Farben von Möbeln selbst zusammenstellen: Seit 2009 können Verbraucher bei Woonio Tische konfigurieren, vor zwei Jahren erweiterte das Start-up aus Kempten sein Sortiment um Sofas und Sessel, 2013 um Betten. Jetzt will Gründer Roland Waedt die Expansion des mehrfach ausgezeichneten Shops beschleunigen und seine Möbel auch im Ausland anbieten: „Ich habe bisher viel Wert auf organisches Wachstum gelegt, aber für die Internationalisierung suche ich jetzt Investoren und Partner“, sagt er.

Erste Gespräche mit potenziellen Finanziers laufen bereits. Einen weiteren Partner hat Woonio in Home24 gefunden. Der Marktplatz für Möbel, an dem die Samwer-Brüder, die Beteiligungsgesellschaft Kinnevik, Holtzbrinck Ventures und diverse Business Angels beteiligt sind, hat eigens seine Kategorien erweitert und bietet nun mithilfe von Woonio Möbel nach Maß an. Woonio hat dafür einen vereinfachten Konfigurator in Home24 integriert, der die Auswahl an Materialien und Farben verschlankt. „Für unser Geschäft bietet Home24 Chancen, den Kundenkreis zu erweitern“, meint Waedt. Erste Bestellungen befinden sich schon in Arbeit.

Woonio arbeitet seit 2010 profitabel. Vier Schreinereien führen die Kundenwünsche aus und liefern die bestellten Möbel, das Start-up ist an den Einnahmen beteiligt. Das Team besteht inzwischen aus zehn Mitarbeitern. 2013 wurde Woonio von INTERNET WORLD Business als bester Pure-Play-Händler ausgezeichnet. „Das Geschäft läuft gut“, sagt Waedt, Woonio habe 2013 einen Umsatz in gut sechsstelliger Höhe erwirtschaftet. „Wir bauen auf schlanken Strukturen, profitablen Margen auf und haben die Logistikprozesse optimiert.“ Für 2014 plant Waedt eine englischsprachige Version seines Online Shops. Woonio-Möbel sollen demnächst nicht nur auf die Insel, sondern auch nach Russland geliefert werden. Waedt: „Dort wächst der E-Commerce extrem.“ vs

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