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Das ferngesteuerte Haus

Home Automation kommt gut an, wenn der Einsatzzweck überzeugt

Mehr als drei Milliarden US-Dollar zahlte Google für die Übernahme des Home-Automation-Herstellers Nest Labs. Das Unternehmen, das vom iPod-Erfinder Tony Fadell 2010 gegründet wurde, baut Heizungsthermostate (Abbildung rechts) und Rauchmelder, die sich via Smartphone programmieren lassen. Offenbar ist dies auch hierzulande ein Trendthema: Das Interesse für Produkte und Lösungen rund um vernetzte Haustechnik ist ausgesprochen groß.

So stehen 78 Prozent der deutschen Internet User der Nutzung von Smart-Home-Technologien grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. Nur etwa jeder Fünfte ist an dem Thema völlig uninteressiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des Marktforschungsinstituts Fittkau & Maaß Consulting unter 127.000 Internet-Nutzern aus ganz Deutschland.

Für bestimmte Bereiche attraktiv

Allerdings ist das Potenzial der einzelnen Bereiche sehr unterschiedlich: „Das Interesse an Smart-Home-Technologien seitens der Nutzer ist sehr selektiv verteilt“, stellt Geschäftsführer Holger Maaß fest. So fällt auf, dass bis zu 50 Prozent der Befragten die Idee, Haustechnik aus der Ferne zu steuern, sehr attraktiv finden.

Vor allem das Regeln von Heizungen sowie von Fenstern, Jalousien und der Beleuchtung stößt demnach auf große Nachfrage. Anders sieht es bei der Steuerung einzelner Geräte aus: Nur jeder Fünfte interessiere sich dafür, seinen Fernseher aus der Ferne zu bedienen oder zu programmieren. Auch für den intelligenten Kühlschrank, der automatisch nachbestellt, kann sich weniger als ein Fünftel der Befragten erwärmen. Ähnlich sieht es mit der Überwachung und Betreuung von Babys, Tieren und Pflanzen aus. Die Fütterung seiner Haustiere würde nur jeder Zwölfte einer Maschine überlassen, die er über das Internet programmiert. tdz/fk

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