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Kein Erfolg mit Downloads

Telekom gibt Gamesload, Musicload und Pageplace auf – Videoload wird weitergeführt

Rückzug in Raten: 2012 verkaufte die Deutsche Telekom das Portal Softwareload an Nexway. Jetzt sucht sie Interessenten für Musicload und Gamesload und schließt Ende März den E-Book-Shop Pageplaces. „Geschäftlich sind diese Modelle sehr unter Druck“, sagt Thomas Kiessling, bei der Telekom verantwortlich für Produktentwicklung und Innovation. „Für uns macht eine Fortführung keinen Sinn.“

Jeweils vier Millionen registrierte Verbraucher nutzten zuletzt Music- und Gamesload, gerade mal 180.000 Kunden hatte Pageplaces überzeugt: viel zu wenig, um der Konkurrenz Apple und Amazon (Bücher und Musik) sowie Steam und Gog.com (Spiele) Paroli bieten zu können. 2012 hatte die Telekom im Bereich Musik vorgesorgt und mit der Streaming-Plattform Spotify angebandelt – Hunderttausende ihrer Kunden hören seither Musik aus dem Internet, ohne diese zuvor auf Smartphones oder PCs laden zu müssen.

Das Download-Portal Videoload verzeichnet derweil ein zweistelliges Wachstum – auch deshalb, weil es in das Angebot Entertainment integriert ist, das Telefonie, Fernsehen und Internet bündelt. Videoload kann sich hier – anders als die Konkzurrenz von Apple – unabhängig von Empfangsgeräten zum Streaming-Portal und zur Online-Videothek entwickeln. Eine Chance, die es im Bereich Musik schon länger nicht mehr gab. vs

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