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Mobiles Shopping läuft

Retargeting auf dem Handy ist noch relativ neu. Jetzt liegen erste Zahlen zur Wirkung vor

Noch sind Retargeting-Kampagnen auf dem Smartphone selten. Doch erste Auswertungen deuten darauf hin, dass sie Klickraten und Abverkäufe deutlich steigern können. Das Unternehmen My Things, das seit Januar mobile Retargeting-Lösungen anbietet, legt jetzt Zahlen vor, die auf einer Auswertung von 100 Millionen Impressions beruhen: Danach steigt die Click-Through-Rate bei Mobile Retargeting um 46 Prozent, der effektive Cost per Click, also die durchschnittlichen Kosten pro Klick, verringert sich um 37 Prozent. Die Umsatzsteigerung, die durch zusätzliche Abverkäufe entsteht, beziffert My Things auf 18 Prozent. Damit, so Benny Arbel, CEO von My Things, erziele man eine bessere Performance als Kampagnen, die auf dem Desktop ausgespielt werden. Gleichzeitig entscheidet sich der mobile User recht schnell: Die Zeitspanne, die zwischen dem letzten Besuch und der Conversion liegt, ist auf einem mobilen Endgerät 13 Mal kürzer als auf dem Desktop.

Abends ist das Handy attraktiver

Die Untersuchung zeigt auch, wie sich die unterschiedliche Nutzung von PC, Tablet und Smartphone auswirkt, wenn es um den Besuch von Shopping-Seiten geht. So steigen hier in den Abendstunden die Visits auf den mobilen Geräten überdurchschnittlich an. Entsprechend erfolgreich sind auch die durch Retargeting erzielten Conversions. Zwischen 18 und 23 Uhr sind sie bei Tablets um 80 Prozent höher als tagsüber.

Im Gegensatz zum Desktop wird auch am Wochenende auf dem Handy gleichbleibend häufig eingekauft: Die Studie verzeichnet lediglich ein Zehntel weniger Conversions als an den Werktagen, bei Tablets sind es sogar nur zwei Prozent weniger. Dagegen sinkt die Lust auf Freizeit-Shopping auf dem Desktop an Samstag und Sonntag um 26 Prozent. PC und Laptop gelten als Arbeitsgeräte, die an diesen Tagen seltener hochgefahren werden. hvr

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