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Q&A

Herr Romeo, De-Mail soll unter anderem die rechtssichere Kommunikation zwischen Bürgern und Behörden ermöglichen. Jetzt meldet der „Spiegel“, von rund 200 Bundesbehörden sei noch keine einzige an De-Mail angeschlossen. Ist das Projekt damit gescheitert?

Die Bundesbehörden haben sich verpflichtet, ab 2016 über De-Mail erreichbar zu sein. Bis dahin ist noch Zeit. Für mich ist der Zeitplan nach wie vor valide.

De-Mail wurde bei seiner Vorstellung 2012 als besonders sicher angepriesen. Datenschutzexperten haben daran aber ihre Zweifel.

Diese Kritik haben wir uns zu Herzen genommen: Seit April gibt es eine komplette End-to-End-Verschlüsselung nach PGP-Standard. Die Mail wird bereits im Browser auf dem Computer des Kunden verschlüsselt. Seitdem ist die Kritik der Experten verstummt.

Wie ist denn bis jetzt der Zuspruch zu De-Mail?

Bislang haben sich bereits über eine Million Nutzer ein De-Mail-Postfach gesichert. Und überall gibt es spannende Use Cases. So arbeitet die Deutsche Rentenversicherung an einem Projekt, die Versicherungsbescheide über De-Mail zu versenden und Rentenunterlagen über De-Mail zu empfangen. Und die Stadt Köln nimmt Passfotos per De-Mail entgegen. Das Foto wird automatisch in den Antrag für einen neuen Personalausweis übernommen.

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