INTERNET WORLD Business





ONLINE-BEZAHLVERFAHREN

Sofortüberweisung „nicht zumutbar“

Das Landgericht Frankfurt hat in einem Wettbewerbsverfahren das Online-Bezahlverfahren „Sofortüberweisung“ als „nicht zumutbar“ im Sinne des BGB eingestuft. Paragraf 312a Abs. 4 BGB regelt, dass Online-Händler ihren Kunden mindestens eine Zahlungsart anbieten müssen, die für sie kostenlos ist. Viele Händler verlangen Aufschläge, wenn der Kunde die Bestellung auf Rechnung oder per Kreditkarte zahlen möchte. „Sofortüberweisung“ galt bis jetzt als Mittel, um die Auflagen zu erfüllen, da es dem Kunden keine zusätzlichen Kosten aufbürdet. Doch das System ist umstritten, da es die vertraulichen Zugangsdaten der Bankinstitute nutzt. Das Urteil könnte weitere Kreise ziehen. Juristen warnen: Auch Paypal könnte als nicht zumutbar erklärt werden. (fk)

comments powered by Disqus