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Kartellamt geht gegen Portal vor

Booking.com darf nicht mit Bestpreisen werben

Booking.com, das größte Hotelbuchungsportal in Deutschland, liegt im Clinch mit dem Bundeskartellamt. Die Behörde, die schon länger gegen umstrittene Preisklauseln vorgeht, hat dem Online-Anbieter jetzt die Bestpreisregel untersagt. Diese Regel verspricht dem Kunden auf Booking.com die günstigsten Buchungs- und Stornierungskonditionen – Hoteliers dürfen ihre Zimmer nirgendwo billiger anbieten. Das verstößt allerdings gegen den Wettbewerb, befand nun das Kartellamt. Bis Ende 2016 muss das Portal deshalb entsprechende Vorgaben in Deutschland aus den Verträgen entfernen.

Mit den Bestpreisklauseln sei kein Vorteil für den Verbraucher verbunden, sagte Andreas Mundt, Chef des Kartellamts, in einer Stellungnahme. Sie schränkten den Wettbewerb zwischen den Online-Portalen sowie zwischen den Hotels ein. „Der Anreiz für ein Hotel, seine Preise auf einem Hotel-Portal zu senken, ist sehr gering, wenn es gleichzeitig im eigenen Online-Vertrieb höhere Preise ausweisen muss“, so Mundt. Zudem werde der Markteintritt neuer Portale erschwert. Der Markt der Online-Buchungen ist stark umkämpft, zu den großen Anbietern zählen neben Booking.com HRS und Expedia (hvr)

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