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Q&A

„Fluch und Segen zugleich“

Einst waren die Gelben Seiten nur ein gedrucktes Branchenverzeichnis. Inzwischen ist daraus ein digitaler Marktplatz geworden, der auf Beratung und Content-Marketing setzt und E-Commerce-Ansätze verfolgt.

Gelbe Seiten ist ja längst keine reine Branchensuche mehr. Ist das bei allen schon angekommen?

Eine breite Schicht der Nutzer und Werbungtreibenden hat die Möglichkeiten von Gelbe Seiten erkannt. Es gibt aber auch Zielgruppen, die das noch nicht verstanden haben. Es ist Fluch und Segen zugleich, dass wir eine so lange Markterfahrung und Präsenz haben. Wir stehen seit Jahren für ein Thema. Das braucht natürlich eine Zeit des Umdenkens.

Wie sieht Gelbe Seiten in ein paar Jahren aus?

Grundsätzlich glaube ich, dass keine Mediengattung gänzlich verschwinden wird. Sie werden koexistieren. Aber die Anbietersuche wird immer mehr in den Digital-Bereich wandern. Hinzu kommt in ein paar Jahren das Internet der Dinge. Man geht nicht mehr mit dem Computer oder dem Smartphone online, sondern kann letztlich jedes beliebige vernetzte Gerät nehmen. Ich glaube aber, dass auch in fünf oder zehn Jahren immer noch ein Buch von Gelbe Seiten existieren wird.

Gibt es Pläne in Sachen Commerce?

Wir bieten jetzt schon Funktionalitäten wie Hotel- und Tischreservierungen oder Terminvereinbarungen. Ich gehe fest davon aus, dass wir das auch weiter ausbauen. Ziel ist es, dem Endkunden die Kontaktaufnahme mit dem Anbieter immer leichter zu machen.

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