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Phänomen Amazon

Der Aktienkurs der Bezos-Company ist nicht zu stoppen – aus gutem Grund

Hoch im Kurs stehen die Amazon-Aktien. Andere Händler schmierten 2015 ab

Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 1.000 – eigentlich ist das Wahnsinn. Lohnend wird ein solches Investment erst, wenn das Unternehmen, um dessen Aktie es sich handelt, seinen Gewinn vervielfacht.

Amazon gehört an der Börse zu den Ausnahmeerscheinungen. 2015 stieg der Kurs des Amazon-Papiers um sagenhafte 117 Prozent; der besagte fabelhafte KGV-Wert konnte die Broker nicht irritieren. Erstmals war Amazon an der Börse mehr wert als Walmart, der größte Einzelhandelskonzern der Welt und nach Umsatz gemessen fünfmal so groß wie der Online-Player aus Seattle. Wer sein Geld in Amazon-Papiere investiert, der sollte nicht auf kurzfristige Dividenden hoffen, denn Firmengründer Jeff Bezos steckt die Einnahmen aus seinen Geschäften lieber in das Wachstum des Konzerns, als damit seine Aktionäre zu beglücken. Dieses Verhalten kennt man eigentlich von wagnisfinanzierten Start-ups, doch Bezos führt sein Imperium auch mehr als 15 Jahre nach der Gründung immer noch wie ein solches: Wachstum ist alles, Dividenden stehen auf der Agenda weit unten. Und anders als andere klassische Handelsunternehmen erobert Amazon immer weitere Geschäftsfelder. Was den Konzern so besonders macht und wie andere Online-Händler darauf reagieren, lesen Sie ab Seite 8. ❚

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