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Der dunkle Bruder

Wie die Marktplätze im Darknet ihr illegales Online-Geschäft betreiben

Im Darknet gibt es Drogen – aber auch Adwords und Affiliate-Netzwerke

Ende Februar geisterte ein neuer Begriff durch die deutschen Medien: Das Bundeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Frankfurt hatten im Rahmen einer Großrazzia einen internationalen Drogenring ausgehoben, der seine Waren über das „Darknet“ vertrieben hatte. 69 Wohnungen waren durchsucht, neun Verdächtige festgenommen worden. Sie sollen über das Internet mit Drogen, Waffen, Falschgeld, gefälschten Ausweisen und Kreditkarten gehandelt haben. Das BKA triumphierte: „Die Ermittlungsmaßnahmen sind ein bedeutender Schlag gegen die deutschsprachige Underground-Economy-Szene und ein erneuter Beweis dafür, dass es im Internet keine vollständige Anonymität gibt, auch nicht im sogenannten Darknet.“

20 bis 25 illegale Marktplätze, die für die deutsche Szene von Bedeutung sind, hat das BKA ausgemacht. Die größten von ihnen listen bis zu 100.000 verschiedene Produkte und erzielen Schätzungen zufolge einen Tagesumsatz von einer halben Mil lion Dollar, Tendenz steigend, denn das Darknet professionalisiert sich – und nutzt für die Kundenakquise die gleichen Tech niken wie E-Commerce-Plattformen aus dem „normalen“ Web. Mehr zum Darknet ab Seite 8.

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