INTERNET WORLD Business





APPLE

Millionenstrafe

Der Fall beschäftigt die Gerichte seit Jahren. Jetzt steht fest: Apple muss 450 Millionen Dollar Strafe wegen heimlicher Preisabsprachen zahlen. Auch das oberste Gericht der USA, der Supreme Court, hat eine Berufung des Tech-Riesen abgelehnt. Die heimlichen Preisabsprachen mit insgesamt fünf Verlagen – darunter Töchter von Bertelsmann und der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck – hatten offenbar die Anhebung der E-Book-Preise zum Ziel.

Anlass für den Streit zwischen dem iPhone-Hersteller und dem US-Justizministerium war die Einführung des iBooks Store in 2010. Amazon beherrschte damals mit E-Book-Verkaufspreisen, die weit unter dem Einkaufspreis für gedruckte Bücher lagen, den Markt. Apple wollte mit der iPad-Einführung auch ein Stück vom E-Book-Kuchen haben und unterbreitete großen US-Verlagen ein Angebot: Der Anbieter legt den Preis innerhalb abgesprochener Preisstufen selber fest, Apple als Distributor behält 30 Prozent des Umsatzes ein. Die Verlage schafften es, ähnliche Konditionen auch bei Amazon durchzudrücken. Das führte zu einem Anstieg der Preise.

Das US-Justizministerium zog daraufhin gegen die Verlage und Apple vor Gericht. Apple sagte, das Urteil lähme die Innovationsfreude. (ks)

comments powered by Disqus